E-Commerce-Prognose HDE sagt Onlinehandel kräftiges Wachstum voraus

Der deutsche Onlinehandel soll 2025 einen Umsatz von 92,4 Milliarden Euro erreichen. Das zeigt eine Prognose des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Besonders stark wachsen demnach die Bereiche Lebensmittel und Drogeriewaren. 

Montag, 19. Mai 2025, 11:57 Uhr
Manuel Glasfort
Die Verbraucher in Deutschland erledigen immer mehr Einkäufe online. Dieser Trend soll sich laut HDE in diesem Jahr klar fortsetzen. Bildquelle: Getty Images

Der Onlinehandel in Deutschland wächst wieder stärker. Der Handelsverband Deutschland erhöht seine Prognose im Rahmen des HDE-Online-Monitors und rechnet für das Jahr 2025 mit einem Umsatzplus von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dies entspricht einem Gesamtumsatz von 92,4 Milliarden Euro.

Mehr als acht Prozent Plus bei Lebensmitteln

Besonders stark entwickeln sich nach Angaben des HDE die Bereiche Lebensmittel und Drogeriewaren im Internet. In diesen Segmenten seien die Onlineanteile in den vergangenen drei Jahren um mehr als 8 beziehungsweise mehr als 9 Prozent gestiegen.

Im vergangenen Jahr hat sich das Onlinewachstum nach den schwächeren Vorjahren wieder etwas beschleunigt. Das Plus betrug 3,8 Prozent. Der Onlineanteil am Einzelhandel insgsamt ist 2024 leicht auf 13,4 Prozent gewachsen (2023: 13,2 Prozent). 

Ausländische Anbieter holen weiter auf

Online-Marktplätze werden laut HDE-Online-Monitor immer wichtiger. Sie erwirtschaften mittlerweile 57 Prozent des Online-Umsatzes in Deutschland.

Ausländische Onlineanbieter erzielten im Jahr 2024 einen Umsatz von 8,9 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anteil von zehn Prozent am gesamten Onlinevolumen. Allein auf die chinesischen Anbieter Temu und Shein entfallen nach Schätzungen des Verbands zwischen 2,7 und 3,3 Milliarden Euro.

Tromp: Onlinehandel ist Wachstums-Lokomotive

„Der Onlinehandel ist nach einigen schwächeren Jahren wieder die klare Wachstums-Lokomotive des Einzelhandels in Deutschland“, erklärte der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp. Der Verband fordert angesichts der wachsenden Bedeutung ausländischer Anbieter faire Wettbewerbsbedingungen. „Wer hierzulande Waren anbietet, muss sich an alle unsere Regeln halten. Die aktuellen Zustände gefährden heimische Handelsunternehmen und die Sicherheit der Verbraucher“, betonte Tromp.

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