Edeka Südwest hat seinen Netto-Umsatz im Jahr 2024 um 1,8 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro gesteigert. Das geht aus dem Geschäftsbericht der Regionalgesellschaft mit Sitz in Offenburg hervor. Die Gewinnmarge sank dagegen leicht: Der Anteil des Gewinns vor Zinsen und Steuern (EBIT) am Umsatz lag bei 1,4 Prozent, nach 1,5 Prozent im Vorjahr.
Die Regionalgesellschaft eröffnete im vergangenen Jahr 24 neue Märkte und erweiterte 36 bestehende Standorte. Die Gesamtverkaufsfläche der nun 1.116 Einzelhandelsstandorte wuchs auf 1,64 Millionen Quadratmeter an, wie Edeka Südwest mitteilte. Die selbstständigen Edeka-Kaufleute betreiben 1.059 Super- und Verbrauchermärkte, hinzu kommen 57 in Eigenregie geführte Märkte. „Frische, Service, Regionalität – wir punkten auch in Zeiten konjunktureller Flaute und gedrückter Konsumlaune mit unseren ureigenen Stärken“, sagte Rainer Huber, Sprecher des Vorstands von Edeka Südwest, laut der Mitteilung.
60 Millionen Euro für Bau eines Tiefkühllagers
Die Regionalgesellschaft investierte nach eigenen Angaben im Jahr 2024 rund 307 Millionen Euro in die Handelsinfrastruktur, das Vertriebsnetz und die IT. Ein Schwerpunkt lag auf dem Bau eines neuen Tiefkühllagers am Unternehmenssitz in Offenburg, in das Edeka Südwest rund 60 Millionen Euro investiert. Das Lager soll zum Jahreswechsel 2025/2026 den Betrieb aufnehmen und dann etwa 350 Märkte beliefern. An dem Standort entstehen rund 80 neue Arbeitsplätze.
Die Regionalgesellschaft trieb im vergangenen Jahr auch die Privatisierung von Märkten voran. Das Unternehmen übergab 14 ehemals vom Großhandel betriebene Märkte an selbstständige Edeka-Unternehmer. Acht Existenzgründer eröffneten eigene Supermärkte. Edeka Südwest integrierte zudem vier Standorte der Getränkekette Trinkgut in das Vertriebsnetz. Die Anzahl der Trinkgut-Filialen soll nach Unternehmensangaben bis Ende 2025 auf etwa 30 steigen.
