Der weltweite Geschäftsoptimismus ist im zweiten Quartal 2025 leicht zurückgegangen, während Deutschland entgegen dem Trend positive Entwicklungen erreicht. Dies geht aus dem aktuellen Global Business Optimism Index der US-Analysefirma Dun and Bradstreet hervor.
Kuhlmann: Bemerkenswerter Anstieg des finanziellen Vertrauens
Dem Bericht zufolge sank die globale Geschäftserwartung um ein Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Als Gründe nennt Dun and Bradstreet anhaltende geopolitische Unsicherheiten, schwankende Handelsstrategien und zunehmenden Protektionismus. Entgegen diesem Trend stieg der Geschäftsklimaindex in Deutschland um sechs Prozent.
Besonders auffällig entwickelte sich der Bereich der finanziellen Stabilität. Während der Global Business Financial Confidence Index weltweit um neun Prozent abnahm, kam es in Deutschland zu einem Anstieg um acht Prozent. „Hierzulande beobachten wir trotz schwieriger Rahmenbedingungen einen bemerkenswerten Anstieg des finanziellen Vertrauens“, erklärte Stefan Kuhlmann, Executive Director Sales bei Dun and Bradstreet Deutschland.
Positives Abschneiden auch bei der Lieferketten-Kontinuität
Auch bei der Lieferketten-Kontinuität schnitt Deutschland positiv ab. Der entsprechende Index stieg hierzulande um elf Prozent. Demgegenüber sank er in den USA um acht Prozent. Dun and Bradstreet führt dies auf die Widerstandsfähigkeit deutscher Industrieunternehmen und die Diversifizierung von Lieferketten zurück.
Einen besonders starken Zuwachs schaffte Deutschland im Bereich ESG (Environmental, Social, Governance). Hier stieg der Index um 19 Prozent, während er global um drei Prozent zurückging. Als möglichen Grund für diesen Anstieg nennt das Unternehmen den kürzlich beschlossenen Klima- und Transformationsfonds mit einem Volumen von 100 Milliarden Euro. „Die Erwartung massiver öffentlicher Investitionen beflügelt die ESG-Aktivitäten deutscher Unternehmen“, so Kuhlmann.
