Inflation lässt nach Lebensmittelpreise steigen so langsam wie zuletzt 2020

Die Preise für Nahrungsmittel in Deutschland sind im Januar 2025 um 0,8 Prozent gestiegen. Die Gesamtinflation sank auf 2,3 Prozent. Butter verteuerte sich allerdings um mehr als 32 Prozent. Das sind Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

Donnerstag, 13. Februar 2025, 09:08 Uhr
Theresa Kalmer
Aufatmen beim Lebensmitteleinkauf: Vor allem der Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln schwächt sich ab. Bildquelle: Getty Images

Die Preise für Nahrungsmittel in Deutschland sind im Januar 2025 um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Dies war der schwächste Anstieg seit Dezember 2020, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Dezember 2024 hatte die Teuerungsrate für Lebensmittel noch bei zwei Prozent gelegen.

Verteuerungen bei einigen Produkten

Allerdings entwickelten sich die Preise für einzelne Lebensmittel sehr unterschiedlich. Speisefette und Speiseöle verteuerten sich mit 15,1 Prozent weiterhin deutlich. Butter kostete sogar 32,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Molkereiprodukte und Eier verteuerten sich um 2,7 Prozent. Für Brot und Getreideerzeugnisse zahlten Verbraucher 1,2 Prozent mehr. Die Preise für Fleisch und Fleischwaren blieben stabil. Gemüse verbilligte sich um 2,3 Prozent.

Die Preise für Waren insgesamt stiegen um 0,9 Prozent. Besonders deutlich verteuerten sich alkoholfreie Getränke und Tabakwaren mit jeweils 5,8 Prozent. Möbel und Leuchten verbilligten sich dagegen um 1,2 Prozent.

Energieprodukte verbilligten sich

Die gesamte Inflationsrate in Deutschland sank im Januar auf 2,3 Prozent, nach 2,6 Prozent im Dezember 2024. Neben dem schwächeren Preisauftrieb bei Nahrungsmitteln dämpfte auch die Entwicklung der Energiepreise die Teuerung. Die Energiepreise sanken um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Strom wurde 3,6 Prozent günstiger. Brennholz und Holzpellets verbilligten sich um 8,7 Prozent. Fernwärme verteuerte sich dagegen um 9,8 Prozent.

Dienstleister erhöhen Preise überdurchschnittlich

Die Preise für Dienstleistungen stiegen mit 4,0 Prozent weiterhin überdurchschnittlich. Besonders stark verteuerten sich Dienstleistungen sozialer Einrichtungen mit 10,1 Prozent und Versicherungen mit 9,9 Prozent. Die so genannte Kerninflation ohne Energie- und Nahrungsmittelpreise lag bei 2,9 Prozent.

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