2024 hat der Fairtrade-Händler Gepa seinen Absatz von Schokoladenprodukten um 18,4 Prozent auf rund 1.300 Tonnen erhöht. Dies teilte das Unternehmen mit. Die Entwicklung steht im Gegensatz zum Branchentrend. Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) verzeichnete einen Rückgang des Süßwarenangebots um 1,7 Prozent.
Gutes Ergebnis trotz schwieriger Rohwaren-Situation
„Wir freuen uns über dieses gute Ergebnis – eine Leistung, trotz der auch für uns schwierigen Rohwaren-Situation“, so Geschäftsführer Peter Schaumberger. Der Absatz von Schokoladentafeln stieg nach Unternehmensangaben um 17,4 Prozent. Bei Schokoriegeln registrierte Gepa ein Plus von 25,7 Prozent. Der Absatz von Saisonprodukten wie Schokobischöfen und Adventskalendern legte um 4,6 Prozent zu.
Resilienz gegen den Klimawandel
Die Bio-Kakaobohnen bezieht Gepa nach eigenen Angaben hauptsächlich von Kleinbauerngenossenschaften aus der Dominikanischen Republik und São Tomé. Kakaobutter als Halbfertigprodukt stammt aus Bolivien. Die Partnerkooperativen seien widerstandsfähiger gegen den Klimawandel als Produzenten im konventionellen Kakaoanbau, teilte das Unternehmen mit.
Erst in der vergangenen Woche hatte Fairtrade Deutschland mitgeteilt, dass der Absatz von Fairtrade-Kakao bei 81.000 Tonnen stagniert habe. Der ausbleibende Zuwachs beim Kakaoabsatz im Jahr 2024 sei in den extrem hohen Weltmarktpreisen begründet, die zuletzt bei rund 11.000 Euro je Tonne lagen.
BDSI: Geschmack bleibt entscheidender Faktor
Eine Verbraucherumfrage des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) ergab, dass für 83 Prozent der Befragten der Geschmack die wichtigste Rolle beim Kauf spielt. Nachhaltigkeit war für zehn Prozent der Befragten kaufentscheidend.
Gepa bezeichnet sich selbst als größte europäische Fair-Handelsorganisation. Das Unternehmen wurde nach eigenen Angaben Ende 2023 mit dem German SDG-Award in der Kategorie „Unternehmen“ ausgezeichnet.
