Umsatzrückgang erwartet Einzelhandelsverbund EK Retail schrumpft

Die Mehrbranchenverbundgruppe EK Retail rechnet für 2024 mit einem Umsatzrückgang von sechs Prozent auf zwei Milliarden Euro. Das Unternehmen will bis 2026 rund 85 von 600 Stellen in Deutschland abbauen. Trotz der Einschnitte erwartet Retail-Chef Martin Richrath (Foto) ein positives operatives Ergebnis.

Dienstag, 28. Januar 2025, 09:19 Uhr
Theresa Kalmer
Martin Richrath, CEO von EK Retail, sieht den Handel vor strukturellen Problemen.
Bildquelle: EK Retail

Die Mehrbranchenverbundgruppe EK Retail kalkuliert für das Jahr 2024 mit einem Umsatzrückgang von rund sechs Prozent auf etwa zwei Milliarden Euro. Das Unternehmen will bis 2026 rund 85 Stellen in Deutschland abbauen, teilte es mit. Als Grund für die Stellenstreichungen nennt das Unternehmen einen steigenden Kostendruck.

Positives operatives Ergebnis trotz Umsatzrückgangs

EK Retail beschäftigt nach eigenen Angaben insgesamt rund 600 Mitarbeiter, davon etwa 280 am Standort Bielefeld. Das Unternehmen kündigte an, es strebe sozialverträgliche Lösungen an. Dazu gehören Qualifizierungs- und Abfindungsangebote. Neben dem Personalabbau plant EK Retail eine Anpassung der Budgets und will die Prozesseffizienz weiter steigern.

Strikte Kostenkontrolle und Effizienzsteigerungen

„Es war ein herausforderndes Jahr für den Einzelhandel mit verunsicherten Konsumenten einerseits sowie steigenden Kosten andererseits“, erklärte EK-Retail-Chef Martin Richrath. 

Trotz des Umsatzrückgangs erwartet das Unternehmen für 2024 ein positives operatives Ergebnis. Dies führt EK Retail auf eine strikte Kostenkontrolle und Effizienzsteigerungen zurück. Das Unternehmen sieht darin nach eigenen Angaben einen Beleg dafür, dass die strategische Ausrichtung robust sei. 

Richrath sieht Handel vor strukturellen Problemen

Die Verbundgruppe, die nach eigenen Angaben rund 4.000 Einzelhandelsunternehmen aus verschiedenen europäischen Ländern betreut, sieht sich mit längerfristigen Herausforderungen konfrontiert. „Neben den bekannten aktuellen Problemen fordern den Handel in allen Branchen auch längerfristige Entwicklungen heraus. Dazu zählen fehlende, neu einzurichtende Haushalte durch die anhaltende Schwäche des Wohnungsbaus und sinkende Geburtenraten“, führte Richrath aus.

Shopkonzepte sollen ausgebaut werden

EK Retail will nach eigenen Angaben seine Shopkonzepte wie Electroplus und Happybaby ausbauen. Händler, die diese Konzepte nutzen, hätten sich deutlich besser als der Markt entwickelt. Zudem plant EK Retail den Angaben zufolge anorganisches Wachstum, damit neue Chancen und Wachstumsfelder erschlossen werden.

Die Verbundgruppe ist bisher in sechs strategischen Geschäftsfeldern aktiv: EK Home, EK Fashion, EK Living, EK DIY, EK Sport und EK Books.

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