Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland hat 2024 einen neuen Höchststand erreicht. Im Jahresdurchschnitt arbeiteten rund 46,1 Millionen Menschen in Deutschland. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Dies waren 72.000 Personen oder 0,2 Prozent mehr als im Vorjahr.
Ausschließlich Dienstleistung mit Beschäftigungsplus
Der Anstieg fiel deutlich schwächer aus als in den Vorjahren. Die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte und eine höhere Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung glichen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels aus.
Beschäftigungszuwächse verzeichneten 2024 ausschließlich die Dienstleistungsbereiche. Dort arbeiteten 34,8 Millionen Menschen, ein Plus von 153.000 Personen. Den größten Zuwachs gab es bei öffentlichen Dienstleistern, Erziehung und Gesundheit mit 184.000 zusätzlichen Erwerbstätigen. Die Unternehmensdienstleister verzeichneten dagegen erstmals seit 2020 einen Rückgang um 55.000 Beschäftigte. Im produzierenden Gewerbe sank die Erwerbstätigenzahl um 50.000 Personen, im Baugewerbe um 28.000 Personen.
Zahl der Beschäftigten im Handel stagniert
Im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe lag die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2024 bei 10,12 Millionen und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Im Jahr 2015 waren in diesem Bereich 9,84 Millionen Menschen erwerbstätig.
Als Erwerbstätige gelten Personen ab 15 Jahren, die mindestens eine Stunde in der Woche einer bezahlten beruflichen Tätigkeit nachgehen. Mit erfasst werden sowohl Arbeitnehmer als auch Selbstständige sowie Soldaten und Personen in Freiwilligendiensten.
Die Zahl der Arbeitnehmer stieg 2024 um 146.000 auf 42,3 Millionen. Dagegen setzte sich bei den Selbstständigen der seit 2012 anhaltende Abwärtstrend fort. Ihre Zahl sank um 74.000 auf 3,8 Millionen. Die Zahl der Erwerbslosen stieg deutlich um 179.000 auf 1,5 Millionen Menschen. Die Erwerbslosenquote erhöhte sich von 2,8 auf 3,2 Prozent.
