Arbeitsmarktentwicklung In Deutschland wird mehr in Teilzeit gearbeitet

Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten in Deutschland ist seit 2011 gestiegen. Gleichzeitig arbeiten Teilzeitbeschäftigte im Durchschnitt länger. Bei den Vollzeitbeschäftigten ist die Wochenarbeitszeit dagegen gesunken. Das berichtet das Statistische Bundesamt.

Mittwoch, 23. Oktober 2024, 11:18 Uhr
Theresa Kalmer
2023 arbeiteten insgesamt etwa 27,2 Millionen Menschen in Vollzeit, was einem Anstieg von 2,2 Millionen gegenüber 2011 entspricht. Bildquelle: Getty Images

Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten in Deutschland ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, erhöhte sich die Teilzeitquote von 27,2 Prozent im Jahr 2011 auf 30,9 Prozent im Jahr 2023. Gleichzeitig arbeiteten Teilzeitbeschäftigte im Schnitt länger: Ihre durchschnittliche Wochenarbeitszeit stieg von 18,2 Stunden im Jahr 2011 auf 21,2 Stunden im Jahr 2023.

Leichter Rückgang der Arbeitszeit bei Vollzeitbeschäftigten

Bei Vollzeitbeschäftigten zeigte sich hingegen ein leichter Rückgang der Arbeitszeit. Laut der Behörde sank deren durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 40,7 Stunden im Jahr 2011 auf 39,8 Stunden im Jahr 2023. Diese gegenläufige Entwicklung führte dazu, dass sich die durchschnittliche Wochenarbeitszeit aller abhängig Beschäftigten nur geringfügig veränderte. Sie ging von 34,6 Stunden 2011 auf 34,1 Stunden 2023 zurück.

Der Rückgang der Arbeitszeit bei Vollzeitbeschäftigten betraf Männer und Frauen gleichermaßen. Bei Männern sank die Wochenarbeitszeit um 2,1 Prozent auf 40,3 Stunden, bei Frauen um 2,0 Prozent auf 39 Stunden. In der Teilzeitbeschäftigung stieg die Arbeitszeit bei beiden Geschlechtern. Der Anstieg fiel bei Männern mit 20 Prozent auf 19,5 Stunden deutlicher aus als bei Frauen mit 16,6 Prozent auf 21,7 Stunden.

Arbeitsproduktivität je Stunde 2023 erstmals rückläufig

Trotz der steigenden Teilzeitquote nahm sowohl die Zahl der Vollzeit- als auch der Teilzeitbeschäftigten zu. Das Statistische Bundesamt berichtet, dass 2023 insgesamt etwa 27,2 Millionen Menschen in Vollzeit arbeiteten, was einem Anstieg von 2,2 Millionen gegenüber 2011 entspricht. Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten stieg im gleichen Zeitraum sogar noch stärker um etwa 2,8 Millionen.

Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität stieg zwischen 2011 und 2023 um insgesamt 9,1 Prozent, gemessen am preisbereinigten Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigenstunde. Allerdings sank die Arbeitsproduktivität 2023 erstmals seit langem. Das Arbeitsvolumen stieg um 0,4 Prozent, während das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 0,3 Prozent sank. Dies führte zu einem Rückgang der Arbeitsproduktivität je Erwerbstätigenstunde um 0,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

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