Lebensmittelpreise Inflationsrate in Deutschland sinkt auf 1,6 Prozent

Die Inflationsrate in Deutschland ist im September 2024 auf den niedrigsten Stand seit über drei Jahren gefallen. Während Energiepreise deutlich sanken, verteuerten sich Nahrungsmittel weiter. Besonders stark stiegen die Preise für Speiseöle und Fette.

Freitag, 11. Oktober 2024, 11:53 Uhr
Theresa Kalmer
Die Teuerung hat sich zuletzt verlangsamt: Die Verbraucherpreise legten im September um 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu. Bildquelle: Getty Images

Die Inflationsrate in Deutschland ist im September 2024 gegenüber dem Vorjahresmonat auf 1,6 Prozent gesunken, wie das Statistische Bundesamt jetzt mitgeteilt hat und damit eine vorläufige Prognose bestätigte. Damit fiel die Teuerungsrate auf den niedrigsten Stand seit über drei Jahren. Im August 2024 hatte die Inflationsrate noch bei 1,9 Prozent gelegen, nach 2,3 Prozent im Juli.

Die Preise für Nahrungsmittel stiegen im September synchron mit der Gesamtinflation um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Besonders stark verteuerten sich Speisefette und Speiseöle mit einem Plus von 16,6 Prozent. Olivenöl kostete sogar 29,6 Prozent mehr, Butter 29,3 Prozent. Auch für Zucker, Marmelade, Honig und andere Süßwaren (+5,4 Prozent), Obst (+3,7 Prozent) sowie Brot und Getreideerzeugnisse (+1,2 Prozent) mussten Verbraucher mehr bezahlen als ein Jahr zuvor.

Im Vergleich zum Vormonat August verteuerten sich Nahrungsmittel um 0,5 Prozent. Auffällig war hier der Preisanstieg für Butter mit 3,9 Prozent gegenüber August 2024.

Energiepreise dämpfen Inflation

Während die Nahrungsmittelpreise stiegen, gingen die Energiepreise deutlich zurück. Die Kosten für Energieprodukte lagen im September 7,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Besonders deutlich verbilligten sich Kraftstoffe mit einem Minus von 12,6 Prozent. Auch Haushaltsenergie wurde günstiger, vor allem leichtes Heizöl (-17,9 Prozent) und Brennholz (-12,0 Prozent).

Die sogenannte Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel lag im September bei 2,7 Prozent und damit weiterhin deutlich über der Gesamtteuerung. Dies verdeutlicht, dass die Preise in anderen wichtigen Bereichen überdurchschnittlich stark stiegen. Besonders Dienstleistungen verteuerten sich mit 3,8 Prozent kräftig.

„Insbesondere die erneuten Preisrückgänge bei Energie dämpften die Inflationsrate im September 2024 stärker als in den Monaten zuvor“, erklärte Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. „Demgegenüber wirkten die weiterhin überdurchschnittlichen Preiserhöhungen bei Dienstleistungen inflationstreibend.“

Im Vergleich zum Vormonat August blieben die Verbraucherpreise insgesamt im September stabil. Während sich Energie um 1,9 Prozent verbilligte, verteuerten sich Nahrungsmittel um 0,5 Prozent. Saisonbedingt stiegen die Preise für Bekleidung um 4,7 Prozent, während Pauschalreisen ins Ausland um 6,3 Prozent günstiger wurden.

Anzeige

analytica 2026

analytica: die ganze Welt des Labors

Die Weltleitmesse für Labortechnik, Analytik, Biotechnologie und die analytica conference vom 24. bis 27. März 2026 in München.
Mehr erfahren

Neue Produkte

Regional-Star 2025 - Die Nominierten