Konsumverhalten 2023 Fairer Handel trotzt Inflation

Der Umsatz mit fair gehandelten Produkten in Deutschland stieg 2023 trotz Inflation um 7,3 Prozent auf 2,34 Milliarden Euro. Lebensmittel machten den größten Anteil aus. Röstkaffee blieb das umsatzstärkste Produkt im fairen Handel.

Mittwoch, 17. Juli 2024, 10:38 Uhr
Markus Wörmann (mit dpa)
Bildquelle: Getty Images

Der Umsatz mit fair gehandelten Produkten in Deutschland ist im Jahr 2023 trotz Inflation und schwacher Konsumnachfrage gestiegen. Wie das Forum Fairer Handel (FFH) mitteilte, gaben Verbraucher 2,34 Milliarden Euro für faire Produkte aus. Dies entspricht einem Plus von 7,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Inflation von 6,3 Prozent im vergangenen Jahr bedeutet dies laut FFH ein leichtes Umsatzplus. Allerdings habe es leichte Absatzrückgänge gegeben. Pro Kopf gaben die Verbraucher in Deutschland 2023 durchschnittlich 27,61 Euro für fair gehandelte Waren aus.

Den größten Anteil am Gesamtumsatz machten mit 82 Prozent Lebensmittel aus. Auf Textilien entfielen 9,5 Prozent, auf Blumen 5,9 Prozent und auf Kunsthandwerk, Kosmetik und andere Non-Food-Produkte 2,5 Prozent.

Röstkaffee dominiert fairen Handel

Röstkaffee blieb mit einem Anteil von 38,6 Prozent am Gesamtumsatz das umsatzstärkste Produkt im fairen Handel. Der Umsatz mit fair gehandeltem Kaffee stieg um 16 Prozent, obwohl der Absatz um drei Prozent zurückging. Laut FFH sank der Kaffeekonsum in Deutschland 2023 insgesamt um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Marktanteil von fair gehandeltem Kaffee am Gesamtabsatz von Röstkaffee lag bei 5,5 Prozent.

„Der faire Handel hat sich solide entwickelt und einmal mehr seine Resilienz im Einsatz für globale Gerechtigkeit bewiesen“, zitierte das FFH seinen Geschäftsführer Matthias Fiedler in der Mitteilung.

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