Lebensmittelverschwendung Verbraucher werden aufmerksamer

Das Problembewusstsein für Lebensmittelverschwendung hat sich bei Verbrauchern in Deutschland und weltweit in den letzten zwei Jahren mehr als verdoppelt – getrieben vor allem durch steigende Preise und Nachhaltigkeitsbedenken. Das geht aus einer neuen Studie des Capgemini Research Institute hervor.

Dienstag, 21. Juni 2022, 12:06 Uhr
Lebensmittel Praxis
Bildquelle: Getty Images

Für die Studie mit dem Titel „Reflect. Rethink. Reconsider. Why food waste is everybody's problem“ wurden weltweit 10.000 Verbraucher sowie Führungskräfte in 1.000 Unternehmen aus der Lebensmittelproduktion und dem Einzelhandel befragt. Fast drei Viertel (73 Prozent) der deutschen Verbraucher sind sich demnach der Lebensmittelverschwendung in ihrem Haushalt bewusst, im Vergleich zu 34 Prozent vor der Corona-Pandemie. Dieser Trend zeigt sich auch bei Verbrauchern weltweit, wie Capgemini weiter mitteilte.

Verbraucher suchen zunehmend nach Möglichkeiten, ihre Lebensmittelabfälle zu reduzieren. Die Suchen in sozialen Medien, wie die Lebensdauer von Lebensmitteln verlängert werden kann, haben weltweit im Vergleich zum Vorjahr um 80 Prozent zugenommen. Dazu motiviert werden Verbraucher vor allem durch die hohen Lebensmittelpreise (56 Prozent) sowie Besorgnis über den Welthunger (52 Prozent) und den Klimawandel (51 Prozent).

60 Prozent der Verbraucher haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie Lebensmittel wegwerfen. Aber sie sehen auch Einzelhändler und Lebensmittelhersteller in der Pflicht: Fast zwei Drittel (61 Prozent) der Verbraucher wünschen sich, dass Marken und Händler mehr tun, um Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. 57 Prozent sind enttäuscht, dass sich Unternehmen nicht genug um dieses Problem kümmern.

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