Kredite Handel verursacht höhere Überfälligkeiten

Viele Gläubiger im B2B-Geschäft haben laut Creditreform das Forderungsmanagement gestrafft und Zahlungsziele gekürzt. Grund dafür sind laut Creditreform Debitorenregister Deutschland (DRD) Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der Pandemie.

Mittwoch, 02. Februar 2022, 11:43 Uhr
Lebensmittel Praxis
Bildquelle: Getty Images

Laut DRD sorgten Debitoren aus dem Handel und unternehmensnahe Dienstleister für die Monate Juli bis Dezember 2021 zunehmend für höhere Überfälligkeiten bei Gläubigern. Kunden aus Industrie und Logistik hätten dagegen ein verbessertes Zahlungsverhalten gezeigt und ihre Kreditgeber entlastet. Basis der aktuellen Ergebnisse ist die Auswertung von mehr als 3,7 Millionen Rechnungsbelegen aus dem DRD.

Partik-Ludwig Hantzsch, Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung, deutet die aktuelle Entwicklung: „Wir sehen klar ein gestiegenes Sicherheitsbedürfnis bei den Kreditgebern.“ Im zweiten Halbjahr 2021 hätten Lieferanten und Kreditgeber im B2B-Geschäft einen durchschnittlichen Zahlungsverzug von 9,97 Tagen (1. Halbjahr 2021: 10,23 Tage) verursacht. Lieferanten hätten ihre Geschäftsrisiken entsprechend neu bewerten müssen.

Die Leiterin des Fachbereichs Debitorenregister, Janine Stappen kommentiert: „Die Zahlungsziele in Deutschland sind derzeit so kurz wie seit Jahren nicht mehr. Viele Kreditgeber wollen so den Zahlungseingang beschleunigen und selbst schneller wieder an Liquidität kommen.“

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