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Zulassungsbeschränkung Handel warnt vor strengeren Vorgaben

Lebensmittel Praxis | 25. November 2020
Zulassungsbeschränkung: Handel warnt vor strengeren Vorgaben
Bildquelle: Alexander Münch

Der Handelsverband Deutschland sowie die Supermarkt-Chefs Lionel Souque (Rewe) und Markus Mosa (Edeka) fordern, die maximale Kundenzahl in Märkten unverändert zu lassen. Damit reagieren sie auf den Vorschlag der Bundesregierung, diese weiter einzuschränken.

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Nur noch einen Kunden pro 25 statt wie bisher pro zehn Quadratmetern Verkaufsfläche  das hatte die Bundesregierung vor ihrem heutigen Bund-Länder-Treffen um die Corona-Regeln vorgeschlagen. „Das wird weder dem Schutz vor Infektionen noch der Gesundheit der Menschen dienen“, sagte Lionel Souque heute in Köln. Die aktuelle Regelung funktioniere für Kunden und Mitarbeiter gut und sehr sicher.

Das Weihnachtsgeschäft stelle die Märkte von Rewe und Penny ohnehin Jahr für Jahr vor außergewöhnliche Herausforderungen, so Souque. Der Umsatz in den Märkten liege in den Tagen vor Weihnachten erfahrungsgemäß 20 Prozent über den durchschnittlichen Werten und stelle besonders hohe Anforderungen an die Marktorganisation und an die Mitarbeiter. Eine weitere Einschränkung der Kundenzahl in den Märkten werde kaum zu bewältigen sein.

Edeka-Chef Markus Mosa warnte ebenfalls vor zusätzlichen Auflagen. „Warteschlangen sorgen für Unruhe und gefährden die Gesundheit in dieser Jahreszeit. Im Interesse der Mitarbeiter sollten wir auf Sonntagsöffnungen verzichten, aber dafür auch nicht den Zugang zu den Geschäften weiter reduzieren“, meinte er.

Auch der Handelsverband Deutschland (HDE) warnt vor den Folgen strengerer Beschränkungen für die maximale Kundenzahl in den Geschäften. Es drohen Hamsterkäufe und lange Schlangen vor Geschäften, sagte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. „Die Hygienekonzepte der Handelsunternehmen haben sich bewährt, es gibt keine Hotspots beim Einkaufen. Deshalb gibt es auch keinen Grund, die Regeln zu verschärfen“, forderte Genth. Dringenden Handlungsbedarf sieht der HDE dagegen nach wie vor bei den Hilfsmaßnahmen für die innerstädtischen Handelsunternehmen.