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Metro Kassiert Jahresziele

Lebensmittel Praxis | 06. April 2020
Metro: Kassiert Jahresziele
Bildquelle: LP-Archiv

Der Handelskonzern Metro zieht wegen des Coronavirus seinen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr zurück und ergreift Maßnahmen. In Mecklenburg-Vorpommern öffnen Cash&Carry-Märkte vorerst auch für Endverbraucher.

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Eine Kundenkarte sei für den Einkauf an den fünf Standorten in Mecklenburg-Vorpommern (Wolgast, Greifswald, Wismar, Neustrelitz und Waren) nicht mehr notwendig. Mit der Lockerung sollen den Angaben zufolge weitere Einkaufsmöglichkeiten zur Lebensmittelgrundversorgung in Zeiten der Corona-Krise entstehen und gelte bis zum 19. April, teilte Metro mit. Das Infrastrukturministerium habe einer entsprechenden Nutzungsänderung zugestimmt.

Zuvor verkündete der Konzern, der Vorstand habe aufgrund der mangelnden Visibilität über die Dauer des staatlich verordneten Shutdowns während der Covid-19 Pandemie beschlossen, die am 11. Dezember 2019 veröffentlichte Prognose für den fortgeführten Bereich der Metro für das Geschäftsjahr 2019/20 zurückzuziehen.

Basierend auf einer Hochrechnung der aktuellen Entwicklung erwartet die Metro, dass jeder weitere Monat mit den derzeitigen Einschränkungen zu Umsatzverlusten von ungefähren 500 Millionen Euro (ca. 1,5–2 Prozent-Punkte) Umsatzrückgang führen wird. Die Metro AG plant spätestens mit der Veröffentlichung der Zahlen zum zweiten Quartal 2019/20 am 07. Mai 2020 erneut über ihre Einschätzung zur Geschäftsentwicklung zu informieren.

Die große Mehrheit der Metro-Märkte (über 95 Prozent) sind laut der Mitteilung weiterhin geöffnet. Eine deutlich erhöhte Frequenz und Nachfrage bestehender und neuer SCO-Kunden (Services, Companies & Offices - für Dienstleister, Unternehmen oder Behörden) in den Märkten habe zu einem Umsatzplus von phasenweise mehr als 50 Prozent gesorgt. Zugleich sank der Umsatz, der durch temporäre Schließungen in zahlreichen Ländern besonders betroffenen HoReCa-Kunden signifikant um rund 75 Prozent.