Damit hätten sie ein Quorum erreicht, das aufgrund der Erfahrung in vergangenen Hauptversammlungen eine faktische Sperrminorität erwarten lasse. Eigentlich sind dafür mehr als 25 Prozent der Stimmrechte notwendig. Allerdings sind bei Hauptversammlungen meist nicht alle Aktionäre vertreten. Meridian und Beisheim schlossen nicht aus, ihre Beteiligungen weiter auszubauen. Die nächste Hauptversammlung des Handelsriesen steht am 14. Februar an. Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky hatte Anfang November 2019 nach seinem gescheiterten Übernahmeversuch mit seiner Investmentgesellschaft EPGC weitere Anteile von der Familiengesellschaft Haniel übernommen und war damit zum größten Metro-Aktionär aufgestiegen. Insgesamt hält er seitdem etwa 29,99 Prozent der Anteile. Er hat noch immer die Option, die restlichen Haniel-Anteile zu erwerben. Allerdings wäre dann ein Pflichtangebot für die übrigen Aktionäre fällig. Bei Metro wird befürchtet, dass sich der Tscheche noch zu einem unbequemen Aktionär entwickeln könnte. Nach dem Scheitern der Übernahme hatte er bereits erklärt, angesichts der Bewertung seines Angebots müsse sich das Metro-Management nun selbst übertreffen und zeigen, dass es tatsächlich einen deutlich höheren Aktienkurs erreichen könne. Kretinsky und sein slowakischer Partner Patrik Tkac hatten den Metro-Aktionären im Sommer über die EPGC-Holding ein Übernahmeangebot gemacht, die Mindestannahmeschwelle aber verfehlt. Kretinsky hatte 16 Euro pro Stamm- und 13,80 Euro pro Vorzugsaktie geboten. Die Metro-Führung hatte sich gegen das Gebot gewehrt.
Metro Gründeraktionäre bauen Einfluss aus
Die Gründeraktionäre des Handelskonzerns Metro haben ihre Beteiligungen an der Gesellschaft zu einer faktischen Sperrminorität ausgebaut. Zusammen verfügten sie nun über etwa 23,06 Prozent der Metro-Stammaktien, teilten die Meridian Stiftung und die Beisheim Gruppe mit.
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