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Online-Handel mit Lebensmitteln Frisches bleibt die Ausnahme

Lebensmittel Praxis | 24. Januar 2019
Online-Handel mit Lebensmitteln: Frisches bleibt die Ausnahme

Der Online-Handel ist auch in Deutschland weithin verbreitet, doch das Einkaufen von Lebensmitteln im Netz tritt laut einer Studie des Digitalverbands Bitkom auf der Stelle. Hatten im Jahr 2016 noch 28 Prozent der Nutzer in Deutschland Lebensmittel online gekauft, sind es zwei Jahre später gerade einmal 29 Prozent.

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Dabei sei die Zufriedenheit mit den Angeboten für den Haustür-Service durchaus hoch, betont der Verband. Gut ein Drittel der Befragten (35 Prozent) gab demnach auch an, sich durchaus vorstellen zu können, künftig Lebensmittel oder Getränke online zu kaufen.

Wie die Umfrage ergab, sind vor allem frische Lebensmittel noch wenig gefragt. Dagegen liegen Süßwaren (52 Prozent), Fertiggerichte und Konserven (41 Prozent), Lebensmittel etwa für die vegane Ernährung (29 Prozent) sowie Gourmet-Spezialitäten (27 Prozent) im Trend.

Fleisch- und Wurstwaren (25 Prozent), Milchprodukte (22 Prozent) und Obst und Gemüse (21 Prozent) rangieren dagegen deutlich darunter. Als „Achillesferse“ sieht der Verband die bislang wenig flächendeckende Verbreitung solcher Angebote, die sich vorwiegend an Nutzer in Großstädten richten.


Mit wachsender Bekanntheit dürften jedoch auch die Umsätze im Online-Lebensmittelhandel steigen, schätzt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Hilfreich würden hier vor allem innovative Logistiklösungen sein, die eine Lieferung zum Beispiel ermöglicht, auch wenn der Kunde nicht zu Hause ist, etwa mit sogenannten Smart-Lock-Systemen. Solche Lösungen könnten helfen, „den Gordischen Knoten zu durchtrennen“.

64 Prozent der Befragten gaben allerdings an, generell Lebensmittel vor dem Kauf lieber sehen, riechen, anfassen oder testen zu wollen. Zudem bringt eine Mehrheit von 56 Prozent dem stationären Handel mehr Vertrauen entgegen, 53 Prozent haben gar Zweifel an der Qualität der Ware. Immerhin noch 38 Prozent der Befragten geben auch die anfallenden Lieferkosten als Grund für einen Verzicht an. Für Anbieter aus dem stationären Handel gebe es aber auch keinen Grund, sich online selbst zu kannibalisieren, sagte Rohleder.

Insgesamt aber hat sich das Online-Shopping in der Bevölkerung durchgesetzt. Wer nicht online einkaufe, dem fehle meist schlicht der Internet-Zugang, berichtet der Bitkom. 97 Prozent der Befragten gaben für das Jahr 2018 an, schon einmal etwas im Netz gekauft zu haben. Das entspreche 80 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren und insgesamt 56 Millionen Menschen in Deutschland.