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Galeria Kaufhof Gerüchte und schlechtes Rating

Lebensmittel Praxis | 27. Juli 2017
Galeria Kaufhof: Gerüchte und schlechtes Rating

Bildquelle: Galeria Kaufhof

Nachdem gestern bekannt wurde, dass der Kreditversicherer Euler Hermes die Kreditlimits für Kaufhof-Lieferanten deutlich gesenkt habe, meldet die Wirtschaftswoche jetzt, dass die Immobilien der Gruppe geprüft und gegebenenfalls verkauft werden sollen.

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Nur noch 20 bis 25 Prozent des Lieferumfang einiger Hersteller seien abgesichert, heißt es in Medienberichten. Kaufhof-Eigentümer, der kanadische Warenhauskonzern HBC, ließ verlauten, eine globale Kreditlinie von 2,25 Mrd. US-Dollar stehe aber zur Verfügung, um die Zusagen der Kreditversicherer zu ergänzen.

Daneben sind die Kaufhof-Liegenschaft in den Fokus geraten. Wie die Wirtschaftswoche (wiwo) aus Handels- und Immobilienkreisen erfahren haben will, soll die Bewertung der deutschen Immobilien schnell erfolgen. Im nächsten Schritt werde ein Verkauf von Objekten geprüft. HBC ließ sich zu den Gerüchten den Medien gegenüber noch nicht aus. Denn auch beim Mutterkonzern HBC laufen die Geschäfte derzeit offenbar alles andere als rund. HBC rutschte, so meldet dpa gerade,  im Geschäftsjahr 2016/17 tief in die roten Zahlen. Für die zwölf Monate bis Ende Januar wies der kanadische Warenhauskonzern einen Nettoverlust von etwa 360 Mio. Euro aus.

Die Kanadier hatten Kaufhof vor rund 2 Jahren von der Metro-Gruppe für 2,8 Mrd. Euro inkl. der Immobilien abgekauft. Und noch im vergangenen Sommer hatte es geheißen, dass HBC 1 Mrd. Euro in den kommenden 5 bis 7 Jahren in seine Standorte, in rund 40 Outlets der Off-Price-Linie Saks Off 5th sowie in den Ausbau des Online-Geschäfts investieren wolle. Die österreichische Signa-Gruppe habe Interesse an den Objekten, schreibt die wiwo weiter. Das scheint logisch: Der Warenhaus-Konzern Karstadt gehört bereits zur Signa-Unternehmensgruppe des Österreichers René Benko – und dieser hätte Kaufhof ja gern selbst übernommen.