Außerdem hält er die avisierte Umstellungsphase von 5 Jahren für „höchst unrealistisch“. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen, die schon jetzt unter einem enormen Kosten- und Margendruck ständen, der ungleich höher sei als der bei den Big Playern im Markt, könnte sich die Umstellung auf die neuen Behälter zur Existenzbedrohung ausweiten. Während eine rote Kiste im Schnitt für 3 Euro zu haben ist, werden für eine hellblaue ca. 4,50 Euro fällig, was einer Kostensteigerung von 50 Prozent entspricht. Nether bezweifelt, dass sich die Umstellung wirtschaftlich gestalten lässt. Schließlich habe ein Behälter eine durchschnittliche „Lebenszeit“ von zehn bis 20 Umläufen. Das seien Fakten, die niemand schön rechnen könne. Es wundere ihn nicht, dass die Anwender verunsichert seien. Das jedenfalls habe eine Umfrage ergeben, die Vpool im April unter seinen Kunden durchgeführt hat. Über 70 Prozent der Befragten gaben an, die rote Kiste auch künftig zu nutzen.
Vpool Zweifel und Kritik an blauen Fleischkisten
Die von GS1 forcierte Brancheninitiative für neue Fleischbehälter stößt auf Kritik. Martin Nether, CEO von Vpool, einem auf Mehrwegtransportverpackungen für die Nahrungsmittelindustrie spezialisierten Unternehmen, findet die Kosten für die neuen, hellblauen Fleischbehälter zu hoch.
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