Nachhaltigkeit Südpack senkt operativen CO₂-Ausstoß um 73 Prozent

Der Verpackungshersteller Südpack hat seinen operativen CO₂-Fußabdruck seit 2021 deutlich reduziert und nähert sich seinem Klimaziel für 2030. Allerdings stiegen die Gesamtemissionen zuletzt leicht – vor allem wegen höherer Absatzmengen und neuer Werkserweiterungen. 

Donnerstag, 10. September 2026, 10:23 Uhr
Theresa Kalmer
Südpack hat seine CO₂-Emissionen in Scope 1 und 2 seit 2021 um 73 Prozent reduziert. Bildquelle: Südpack

Der Verpackungshersteller Südpack hat nach eigenen Angaben seinen operativen CO₂-Fußabdruck in den Bereichen Scope 1 und 2 seit dem Basisjahr 2021 um 73 Prozent gesenkt. Damit nähert sich das Familienunternehmen mit Sitz im baden-württembergischen Ochsenhausen seinem für 2030 gesetzten Ziel von 76,3 Prozent Reduktion. Insgesamt sanken die CO₂-Emissionen laut einer Mitteilung des Unternehmens im Vergleich zu 2021 um 21 Prozent.

Allerdings stieg der gesamte CO₂-Fußabdruck der Unternehmensgruppe im Vergleich zum Vorjahr 2024 leicht um knapp 4 Prozent. Südpack begründet dies unter anderem mit einer gestiegenen Absatzmenge, die sich auf die Emissionen in Scope 3 auswirke – also jene Emissionen, die etwa durch eingekaufte Waren oder die Entsorgung von Produkten entstehen. Dieser Bereich macht den Angaben zufolge rund zwei Drittel der gesamten Emissionen des Unternehmens aus. Hinzu komme der Ausbau der Werke im deutschen Erolzheim und im französischen Coulmer, der ebenfalls zu höheren Emissionen geführt habe. Das von den Zielen der Science Based Targets Initiative abgeleitete Jahressoll habe das Unternehmen dennoch erreicht.

Bei den eingekauften Waren und Dienstleistungen (Scope 3.1) verringerte Südpack die Emissionen nach eigenen Angaben um 16 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2021. Bis 2030 strebt das Unternehmen hier eine Reduktion von 25 Prozent an. Ob diese Ziele trotz geplanter Absatzsteigerungen erreichbar sind, hängt laut der Mitteilung auch davon ab, „ob und in welchem Maße“ Kunden auf alternative Verpackungskonzepte umsteigen. Südpack setzt dabei vor allem auf Verpackungen aus Polypropylen und Polyethylen, die sich bestehenden Recyclingkreisläufen zuführen lassen, sowie auf eine Gewichtsreduktion der eingesetzten Materialien.

Südpack versorgt EU-Werke seit 2025 mit Grünstrom

Im Bereich Energie teilte das Unternehmen mit, dass seit Anfang 2025 alle Produktionswerke in der Europäischen Union mit Grünstrom arbeiten. Insgesamt greife die Unternehmensgruppe derzeit auf 57 Prozent erneuerbare Energien zurück; bis 2030 solle dieser Anteil auf 88 Prozent steigen. Den Gesamtenergieverbrauch habe Südpack seit 2021 durch Effizienzmaßnahmen um 19 Prozent gesenkt.

Südpack stellt Hochleistungsfolien und Verpackungslösungen unter anderem für die Lebensmittelindustrie her. Das 1964 gegründete Familienunternehmen betreibt Produktionsstandorte in Deutschland, Frankreich, Polen, der Schweiz und den Niederlanden und ist nach eigenen Angaben in mehr als 70 Ländern aktiv.

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