Halbjahresbilanz Bitburger hält Absatz stabil und profitiert von der WM

Die Bitburger Braugruppe behauptet sich in einem schrumpfenden Markt. Während der deutsche Biermarkt um 5,1 Prozent einbricht, hält das Unternehmen seinen Absatz im ersten Halbjahr 2026 stabil. Die Fußball-WM sorgt im Juni für einen Absatzsprung von 28 Prozent im Handel.

Dienstag, 21. Juli 2026, 11:15 Uhr
Manuel Glasfort
Bitburger hat sein Markenportfolio unlängst mit Karamalz erweitert. Bildquelle: Bitburger Braugruppe

Die Bitburger Braugruppe hat im ersten Halbjahr 2026 ihren Absatz auf Vorjahresniveau gehalten, während der deutsche Biermarkt um 5,1 Prozent einbrach. Die Marke Bitburger selbst legte um 0,4 Prozent zu, wie das Unternehmen mitteilte. Besonders die Fußball-Weltmeisterschaft im Juni sorgte für einen Schub: Bitburger steigerte den Absatz im Handel in diesem Monat um 28 Prozent.

„Die WM hat im Juni für zusätzliche Dynamik gesorgt und gezeigt, welche Relevanz Fußball-Großereignisse weiterhin für unsere Marken und Absatzkanäle haben – auch bei einem frühen Ausscheiden der Nationalmannschaft“, zitierte das Unternehmen Sebastian Ellies, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing, in der Mitteilung. Die Braugruppe profitierte nach eigenen Angaben von ihrer Partnerschaft mit dem Deutschen Fußball-Bund. Auch das Exportgeschäft in Nordamerika zog während der WM an.

Den stärksten Zuwachs verzeichnete die alkoholfreie Produktlinie Bitburger 0,0 Prozent. Sie wuchs im ersten Halbjahr um 8,7 Prozent und legte damit unter den fünf größten alkoholfreien Biermarken in Deutschland am stärksten zu. Die Marke Benediktiner steigerte ihren Absatz über alle Sorten und Vertriebskanäle um 17 Prozent. Benediktiner Hell wuchs um 9,4 Prozent und lag damit 6,4 Prozentpunkte über dem gesamten Hellmarkt. Das neu eingeführte Benediktiner Hell Alkoholfrei erreichte den Angaben zufolge bereits mehr als 10.000 Verkaufsstellen.

Bitburger baut Gastronomie und Export aus

Im Gastronomiegeschäft legte die Braugruppe um knapp 3 Prozent zu. Das Neukundengeschäft wuchs um zwei Prozent. Bitburger 0,0 Prozent Herb entwickelte sich positiv, auch im Fassgeschäft. Die Benediktiner-Sorten Weissbier und Hell wuchsen jeweils zweistellig. Wegen der hohen Nachfrage bietet das Unternehmen die alkoholfreien Varianten Benediktiner Weissbier Alkoholfrei und Benediktiner Hell Alkoholfrei nun auch im Fass an.

Das Exportgeschäft wuchs um 3 Prozent. In den USA verzeichnete Bitburger erstmals mehr als 1.000 Fassbierkunden. Die Vereinigten Staaten bleiben der größte und am schnellsten wachsende Exportmarkt der Braugruppe. „Wir gehen zwar mit Rückenwind in das zweite Halbjahr, wissen aber zugleich, dass die kommenden Monate in dem massiv unter Druck stehenden Biermarkt alles andere als einfach werden“, zitierte das Unternehmen Ellies.

Zur Bitburger Braugruppe gehören neben Bitburger die Marken König Pilsener, Königsbacher, Köstritzer, Licher, Nette und Kandi Malz. Das Familienunternehmen beschäftigt 1.400 Mitarbeiter.

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