Verpackungsmonitor 2026 Recycling von Verpackungen kann das Klima schonen

Wer Verpackungen recycelt statt neue Rohstoffe zu verwenden, kann laut einem Branchenverband bis zu 85 Prozent der Treibhausgasemissionen vermeiden. Gleichzeitig sinkt das Verpackungsaufkommen in Deutschland weiter. Vor allem jüngere Verbraucher halten Mülltrennung für immer wichtiger – und sind bereit, für nachhaltigere Verpackungen mehr zu zahlen.

Montag, 29. Juni 2026, 09:18 Uhr
Theresa Kalmer
Ob Aluminium, Glas oder Papier: Der Einsatz von Recyclingmaterialien trägt maßgeblich zum Klimaschutz bei. Bildquelle: Getty Images

Das Recycling von Verpackungen spart nach Angaben der Allianz Verpackung und Umwelt (AVU) erhebliche Mengen an Treibhausgasemissionen ein. Besonders groß sei das Einsparpotenzial bei Aluminium mit 85 Prozent und bei Glas mit 82 Prozent, teilte der Verband unter Berufung auf seinen jährlich erscheinenden Verpackungsmonitor mit. Auch bei Eisenmetallen (71 Prozent), Papier, Pappe und Karton (70 Prozent) sowie Kunststoffen (48 Prozent) lasse sich durch den Einsatz von Recyclingrohstoffen statt Primärrohstoffen einen deutlichen Rückgang der Emissionen erzielen.

Gleichzeitig gehen die Verpackungsmengen den Angaben zufolge weiter zurück. Seit 2021 sei das Verpackungsaufkommen im privaten Endverbrauch um 4 Prozent gesunken, im gewerblichen Bereich sogar um 14 Prozent. Als Gründe nannte der Verband unter anderem konjunkturelle Entwicklungen, Verpackungsoptimierungen und den verstärkten Einsatz von Mehrwegsystemen.

Laut der repräsentativen Verbraucherbefragung, die Teil des Verpackungsmonitors ist, bewerten 88 Prozent der Befragten die Mülltrennung als sehr wichtig oder eher wichtig. Besonders auffällig sei die Entwicklung bei den unter 35-Jährigen: In dieser Altersgruppe stieg der Anteil derjenigen, die Mülltrennung für wichtig oder sehr wichtig halten, innerhalb von zwei Jahren von 70 auf 82 Prozent. „Die Menschen in Deutschland sind bereit, ihren Beitrag zur Kreislaufwirtschaft zu leisten“, erklärte der AVU-Vorsitzende Carl Dominik Klepper laut der Mitteilung.

Auch die Kaufentscheidungen der Verbraucher beeinflussen das Thema nachhaltige Verpackungen offenbar zunehmend. Vier von zehn Befragten gaben an, für Produkte mit nachhaltigeren Verpackungen einen höheren Preis zahlen zu wollen. Bei den 18- bis 24-Jährigen lag dieser Anteil den Angaben zufolge bei rund 60 Prozent. Die AVU vertritt nach eigener Darstellung die gesamte Wertschöpfungskette von der Verpackungsindustrie über die Konsumgüterwirtschaft und den Handel bis hin zu den dualen Systemen, Entsorgern und Verwertern.

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