Die Eierproduktion in Deutschland wächst langsamer als die Nachfrage. Im vergangenen Jahr stieg die Produktion in den größeren Betrieben mit jeweils mehr als 3.000 Hennen nur um 0,5 Prozent auf 13,7 Milliarden Eier, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Die Konsumenten werden dies voraussichtlich zu spüren bekommen.
Selbstversorgungsgrad sinkt seit Jahren
Das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft hatte vor wenigen Tagen berichtet, dass der Inlandsverbrauch im Jahr 2025 rund 21 Milliarden Eier betragen habe. Dem stand einschließlich der kleineren Betriebe eine Produktion von 15,3 Milliarden Konsumeiern gegenüber. Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg um vier auf 252 Eier pro Jahr. Der Selbstversorgungsgrad Deutschlands bei Eiern sinkt seit Jahren. Importe kommen vor allem aus den Niederlanden und Polen.
Die Bodenhaltung blieb mit einem Anteil von 56,7 Prozent die dominierende Haltungsform in den größeren Betrieben, wie das Statistikamt in Wiesbaden berichtete. Die Zahl der Hennen in diesem Bereich ging jedoch um 0,9 Prozent auf durchschnittlich 25,9 Millionen zurück.
Freilandhaltung legt zu
Zulegen konnten die Freilandhaltung und die ökologische Haltung. Die Zahl der Hennen in Freilandhaltung stieg um 5,0 Prozent auf 11,2 Millionen Tiere. In der ökologischen Haltung wuchs die Zahl um 3,3 Prozent auf 6,7 Millionen Tiere.
Kaum noch eine Rolle spielte die zum Jahresende auslaufende Haltung in Käfigen, die Altbetrieben noch für eine Übergangszeit erlaubt worden war. Hier gab es noch 1,4 Millionen Hennen oder knapp 29 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Anteil der Käfigeier an der Gesamtproduktion ging auf 3,1 Prozent zurück.
