Getränkemarkt Deutsche Brauereien erhöhen Bierpreise

Sechs der zehn beliebtesten Biermarken in Deutschland werden einem Medienbericht zufolge teurer. Krombacher und Veltins haben ihre Preise bereits angehoben, die Radeberger Gruppe folgt 2026. Der Handel verkauft jedoch bereits sieben von zehn Bierkästen zu Aktionspreisen.

Freitag, 17. Oktober 2025, 09:37 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Mehrere große Brauereien erhöhen die Bierpreise. Was das für Verbraucher und den Handel bedeutet – und warum Pils oft trotzdem günstig bleibt. Bildquelle: Getty Images

Mehrere große Brauereien in Deutschland erhöhen ihre Bierpreise. Sechs der zehn meistgetrunkenen Biermarken sind von aktuellen oder in den kommenden Monaten geplanten Preiserhöhungen betroffen, wie das Getränkemarktfachmagazin „Inside“ berichtet. Neben den Großbrauereien passen auch viele kleinere Brauereien ihre Preise nach oben an.

Krombacher und Veltins haben ihre Preise für Kunden im Handel und in der Gastronomie bereits in diesem Monat erhöht. Die Radeberger Gruppe plant laut der Mitteilung zum 1. Januar 2026 Preiserhöhungen für das Fassbiersortiment und einen Teil des Mehrwegsortiments.

Allerdings bleibt offen, in welchem Umfang der Handel die höheren Preise an die Verbraucher weitergibt. Angesichts der großen Überkapazitäten in der deutschen Braubranche kann der Handel Bier weiterhin zu günstigen Konditionen einkaufen, wie „Inside“-Herausgeber Niklas Other der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die beliebteste Biersorte Pils bietet der Handel häufig zu Aktionspreisen deutlich unter den Standardpreisen an. Bei den großen Pilsmarken verkaufen die Händler bereits sieben von zehn Bierkästen zu Aktionspreisen.

Bierkonsum in Gastronomie bricht ein

Der Bierabsatz steht nach Angaben von Other derzeit stark unter Druck. Besonders in der Gastronomie geht der Konsum zurück – dort sank der Absatz im ersten Halbjahr 2025 um 8,6 Prozent. Im Handel fiel der Rückgang mit minus 2,1 Prozent deutlich moderater aus.

Auch alkoholfreie Getränke werden teurer. Der Marktführer Coca-Cola hat zum 1. September die Preise im niedrigen einstelligen Prozentbereich erhöht. Laut „Inside“ haben viele weitere Markenhersteller ihre gestiegenen Kosten ebenfalls an ihre Kunden weitergegeben.

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