Der Pro-Kopf-Verbrauch von Champignons in Deutschland ist im Wirtschaftsjahr 2023/24 auf 2,3 Kilogramm gestiegen. Dies entspricht dem Niveau zu Beginn der 2000er-Jahre, wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) mitteilte. In den Jahren zuvor lag der Verbrauch konstant bei etwa 1,9 Kilogramm pro Person.
Die deutsche Champignonernte deckt mit rund 78.000 Tonnen nur etwa 36 Prozent des eigenen Bedarfs. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei 43 Prozent. Im europäischen Vergleich belegt Deutschland bei der Champignon-Produktion den fünften Platz. Polen führt die Liste mit einer Erntemenge von 246.700 Tonnen im Jahr 2024 an, gefolgt von den Niederlanden mit 200.000 Tonnen und Spanien mit 145.010 Tonnen. Frankreich liegt mit 100.000 Tonnen auf Platz vier.
Wildpilze kommen oft aus Osteuropa
Einen deutlichen Aufschwung verzeichnet der Shiitakepilz. Die Erntemenge stieg im Kalenderjahr 2024 um 56 Prozent auf 251 Tonnen. Sechs Betriebe bauten den Pilz auf einer Fläche von 2,2 Hektar an. Im Vorjahr ernteten die gleichen Betriebe auf zwei Hektar rund 161 Tonnen. Nach Angaben des Bundeszentrums für Ernährung enthält der Shiitakepilz viel Eiweiß, B-Vitamine und Magnesium.
Deutschland importiert große Mengen an Wildpilzen aus Osteuropa. Im Jahr 2024 führte Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamts 4.503 Tonnen frische Pfifferlinge und fast 125 Tonnen frische Steinpilze ein. Die wichtigsten Lieferländer für Pfifferlinge waren Litauen und Belarus, bei Steinpilzen Polen und Rumänien. Das Bundesamt für Strahlenschutz hat in einer aktuellen Veröffentlichung die Unbedenklichkeit selbst gesammelter Pilze bestätigt.
