Der Hygieneprodukthersteller Essity hat in seinem Mannheimer Werk einen Dampfspeicher in Betrieb genommen, der die Treibhausgasemissionen um bis zu 13.000 Tonnen pro Jahr reduzieren soll. Das Unternehmen investierte 3,4 Millionen Euro in die Anlage, wie Essity mitteilte.
Überschussspitzen im Dampfnetz werden aufgefangen
Der 100 Tonnen schwere Dampfspeicher mit einer Länge von 34 Metern und einem Durchmesser von 4,3 Metern kann 22 Tonnen Dampf speichern. Die Anlage soll vor allem die Energieeffizienz in der Zellstoffproduktion verbessern. „Die Herausforderung für das Dampfnetz waren bisher die regelmäßigen Befüllprozesse der Kocher in der diskontinuierlichen Zellstoffproduktion“, erläuterte Klaus Kuhn, Factory Manager Pulp/Energy in Mannheim.
Der neue Dampfspeicher fängt nach Unternehmensangaben Überschussspitzen im Dampfnetz auf, die bisher ungenutzt über das Dach abgeführt werden mussten. Das System speichert den überschüssigen Dampf in Zeiten geringer Nachfrage und gibt ihn bei Spitzenbedarfen wieder ab. Dies führe zu Einsparungen beim eingesetzten Erdgas, teilte Essity mit.
Deutschland umsatzstärkster Markt für Essity
Das Mannheimer Werk ist nach Unternehmensangaben der größte europäische Produktionsstandort von Essity. Das Unternehmen errichtet dort derzeit auch einen Nasselektrofilter für die Sulfit-Zellstofferzeugung. „Diese Investitionen sind ein wichtiges Signal für den Standort und die Mitarbeiter im Werk“, erklärte Werkleiter Carlo Russo
Deutschland ist mit einem Umsatz von 1,7 Milliarden Euro im Jahr 2024 der umsatzstärkste Markt von Essity in Europa. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland rund 5.000 Mitarbeiter an Standorten in Emmerich, Hamburg, Mainz-Kostheim, Mannheim, Neuss und Witzenhausen sowie an den Verwaltungsstandorten in Hamburg, Mannheim und München-Ismaning.
