Ein neuer Verband will kleinen und mittleren Unternehmen der Lebensmittelwirtschaft den Nachweis ihrer Qualitätsstandards erleichtern. Der Verband für Lebensmittelsicherheit (VfLS) hat dafür ein eigenes Zertifizierungssystem entwickelt, wie er mitteilte. Das System richtet sich an Betriebe, die keine Zertifizierung nach den Standards der Global Food Safety Initiative (GFSI) benötigen.
Offen für Einzelpersonen und Unternehmen
„Betriebe, die keine GFSI-Zertifizierungen benötigen, werden bei uns eine skalierbare und praxistaugliche Alternative finden“, erklärte der stellvertretende Vorsitzende Oliver Krause. Der Verband will nach eigenen Angaben eine Lücke im Zertifizierungsmarkt schließen. Viele kleine Produktionsbetriebe, Systemgastronomen und Vending-Anbieter könnten die Anforderungen der GFSI nicht erfüllen oder die entsprechenden Kosten nicht tragen.
Der VfLS will Unternehmen über Themen wie Mikrobiologie, Hygiene und Lebensmittelsicherheitskultur informieren. Zudem plant der Verband nach eigenen Angaben Tagungen, Seminare und Fachpublikationen. Der Verband steht sowohl Einzelpersonen als auch Unternehmen offen.
Neun Experten im Gründungsteam
Dem Gründungsteam des VfLS gehören neun Experten aus Wissenschaft und Praxis an. Den Vorsitz hat Arne Salig übernommen, der als Qualitätsmanager und Berater für Food-Safety-Leadership tätig ist. Zum Ehrenvorsitzenden wählten die Gründer Dr. Felix Doepmann. „Besonders kleinere Betriebe werden durch uns in die Lage versetzt, professionelle Standards zu erreichen – auch ohne riesige Budgets“, so Doepmann.
