Deutsche Landwirtschaft Spargel- und Erdbeerernte fällt auf historisches Tief

Die deutschen Landwirte haben im laufenden Jahr deutlich weniger Spargel und Erdbeeren geerntet als in den Vorjahren. Die Erdbeerernte erreichte mit 75.500 Tonnen den niedrigsten Stand seit 30 Jahren. Hohe Produktionskosten und Preise dämpften die Nachfrage.

Freitag, 18. Juli 2025, 09:37 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
In Deutschland wurde im laufenden Jahr so wenig Spargel und Erdbeeren geerntet wie seit vielen Jahren nicht mehr. Die Bauern haben die Produktion zurückgefahren. Bildquelle: Getty Images

Die deutschen Landwirte haben in diesem Jahr so wenig Spargel und Erdbeeren geerntet wie seit vielen Jahren nicht mehr. Die Ernte von Freiland-Erdbeeren fiel mit 75.500 Tonnen auf den niedrigsten Stand seit 30 Jahren, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Bei Spargel sank die Erntemenge um 9 Prozent auf 98.900 Tonnen – der niedrigste Wert seit 2010.

Anbauflächen weiter reduziert

Die Erdbeerernte lag damit 4 Prozent unter dem ohnehin schon schwachen Vorjahresergebnis und verfehlte den Fünf-Jahres-Durchschnitt von 99.900 Tonnen um ein Viertel. Die Landwirte bauten die Früchte auf 8.100 Hektar an. Das entspricht einem Rückgang der Anbaufläche um 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 

Auch beim Spargel verkleinerten die Bauern die Anbaufläche deutlich. Sie reduzierten diese um 6 Prozent auf 18.600 Hektar. Die Erntemenge blieb 15 Prozent unter dem langjährigen Mittelwert von 116.300 Tonnen.

Für die rückläufige Produktion bei beiden Kulturen sind nach Angaben der Statistiker vor allem die hohen Produktionskosten und Preise verantwortlich. Diese hätten die Nachfrage sinken lassen.

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