Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte stiegen im Mai 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,4 Prozent. Dies teilte das Statistische Bundesamt mit. Im April 2025 hatte die Veränderungsrate zum Vorjahresmonat noch bei 3,2 Prozent gelegen, im März bei 1,6 Prozent. Gegenüber dem Vormonat April 2025 erhöhten sich die Preise um 0,5 Prozent.
Speisekartoffeln deutlich billiger
Die Preisentwicklung verlief bei pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen weiterhin gegenläufig. Während sich pflanzliche Produkte um 10,8 Prozent verbilligten, verteuerten sich Tiere und tierische Erzeugnisse um 11,6 Prozent gegenüber Mai 2024.
Besonders deutlich sanken die Preise für Speisekartoffeln. Sie lagen im Mai 2025 um 41,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Auch Gemüse verbilligte sich, insbesondere Blumenkohl (-27,2 Prozent), Gurken (-14,4 Prozent) und Eissalat (-13,4 Prozent). Dagegen verteuerte sich Obst um 15,9 Prozent, wobei Tafeläpfel mit einem Plus von 24 Prozent hervorstachen.
Getreide war im Mai 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent günstiger. Die Preise für Handelsgewächse sanken um 9,4 Prozent. Raps hingegen verteuerte sich um 9,8 Prozent.
Rinder um 41 Prozent teurer
Bei den tierischen Erzeugnissen trieb unter anderem der Milchpreis die Entwicklung. Er lag im Mai 2025 um 17,9 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Auch Eier verteuerten sich um 6,2 Prozent.
Die Preise für Tiere stiegen um 7,8 Prozent, wobei Rinder mit einem Plus von 41,6 Prozent besonders hervorstachen. Schweinefleisch verbilligte sich hingegen um 8,3 Prozent. Die Preise für Geflügel waren im Mai 2025 um 10,2 Prozent höher als im Mai 2024. Ausschlaggebend waren die Preissteigerungen bei Hähnchen um 9,9 Prozent und bei Sonstigem Geflügel (Enten und Puten) um 10,6 Prozent.
