Halbjahresbilanz Veltins steigert Absatz gegen Branchentrend

Die Brauerei Veltins hat ihren Gesamtausstoß im ersten Halbjahr 2025 um 2,3 Prozent gesteigert. Das Sauerländer Familienunternehmen stemmt sich damit gegen den negativen Branchentrend. Besonders stark wächst das Flaschenbiergeschäft, während die Gastronomie schwächelt.

Freitag, 04. Juli 2025, 11:56 Uhr
Manuel Glasfort
Das Bier von Veltins bleibt bei den Verbrauchern nachgefragt, wie die Halbjahresbilanz nahelegt. Bildquelle: Veltins

Die Brauerei Veltins hat im ersten Halbjahr 2025 ihren Gesamtausstoß um 2,3 Prozent auf 1,78 Millionen Hektoliter gesteigert. Dies teilte das Unternehmen mit. Die sauerländische Familienbrauerei entwickelte sich damit gegen den Trend des deutschen Biermarkts, der in den ersten fünf Monaten des Jahres Veltins zufolge ein Minus von 6,8 Prozent verzeichnete.

Die Stammmarke Veltins legte über alle Sorten um 2,9 Prozent zu. Während das Flaschenbiergeschäft um 3,6 Prozent wuchs, sank der Fassbierabsatz in der Gastronomie um 5,1 Prozent. „Wir sind mit einem günstigen Rückenwind unterwegs und können dem starken Wettbewerbsdruck in den unterschiedlichen Sortensegmenten wirkungsvoll Paroli bieten“, erklärte Volker Kuhl, Sprecher der Geschäftsführung, laut der Mitteilung.

Das Hellbier Pülleken erreichte mit einem Ausstoß von 188.100 Hektolitern ein Plus von 4,9 Prozent. Die Marke V+ steuerte 170.260 Hektoliter zum Ergebnis bei, was einem Rückgang von 5,1 Prozent entspricht. Das Fassbrause-Sortiment legte um 29,6 Prozent auf 68.280 Hektoliter zu. Die Spezialitätenmarke Grevensteiner verzeichnete einen Rückgang um 16,3 Prozent auf 57.400 Hektoliter.

Veltins erreicht Rekordabsatz in zwei Monaten

Die Brauerei erreichte nach eigenen Angaben im Januar und Mai die historisch stärksten Absatzmonate. Das Unternehmen produzierte rund um die Uhr und weitete die Logistikkapazitäten aus. Etwa 93 Prozent aller Gebinde wurden in Mehrwegbehältern bereitgestellt.

Der Marktdruck in der Brauwirtschaft hat sich laut Veltins durch einbrechende Volumina verschärft. Alkoholfreie Biere konnten im Handel 2024 nur 36 Prozent der Marktverluste bei alkoholhaltigen Sorten ausgleichen. „Alkoholfreie Biere sind allenfalls ein Pflaster, das die Schmerzen lindert, ein Retter der strukturellen Krise der Brauwirtschaft sind sie nicht“, zitierte das Unternehmen Vertriebsgeschäftsführer Rainer Emig.

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