Der Spirituosenhersteller Underberg hat im Geschäftsjahr 2024/25 einen Umsatzrückgang um 5,1 Prozent auf 134,8 Millionen Euro verzeichnet. Bereits im Vorjahr 2023/24 hatte Underberg ein leichtes Umsatzminus hinnehmen müssen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank im Geschäftsjahr 2024/25 leicht von 12,8 Millionen Euro im Vorjahr auf 12,2 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Das Ergebnis nach Steuern lag bei 5,02 Millionen Euro, nach 5,21 Millionen im Vorjahr.
Den Umsatzrückgang führt Underberg vor allem auf Anpassungen im Geschäft mit Handelsmarken und Distributionsmarken zurück. Der Umsatz mit Handelsmarken sank um 3,6 Millionen Euro, bei den Distributionsmarken gab es ein Minus von 1,9 Millionen Euro. „Wir wussten, dass 2024/25 für uns ein Übergangsjahr ist“, erklärte Vertriebsvorstand Thomas Mempel in der Mitteilung.
Die eigenen Marken Underberg, Asbach und Pitú konnten nach Unternehmensangaben Marktanteile hinzugewinnen. Besonders die Caipirinha-Marke Pitú entwickelte sich im Ausland positiv. Dort stieg der Absatz um 17,5 Prozent.
Underberg plant Millionen-Investitionen in Marketing
Underberg will im neuen Geschäftsjahr rund zwei Millionen Euro zusätzlich in Marketing und Vertrieb investieren. „Während wir angesichts der vielen Unsicherheiten zuletzt eine konsequente Kostenkontrolle betrieben und nach Profitabilität gesteuert haben, rücken nun wieder verstärkt Wachstumsimpulse in den Vordergrund“, sagte Vorstandssprecher Michael Söhlke laut der Mitteilung.
Der Kassenbestand des Unternehmens lag zum Geschäftsjahresende am 31. März 2025 bei über 19 Millionen Euro. Im Herbst 2024 hatte Underberg eine Refinanzierung durchgeführt.
