Die Erzeugergenossenschaft Landgard hat sich von ihrem Vorstandsvorsitzenden Oliver Mans getrennt. Der Aufsichtsrat widerrief die Bestellung des Managers, wie das Unternehmen mitteilte. Die Führung übernimmt bis auf Weiteres Finanzvorstand Moritz Krannich.
Schmitz: Nicht mehr ausreichendes Vertrauensverhältnis
Das Aufsichtsratsmitglied Gunther Lehleiter wechselt für eine Übergangsphase in den Vorstand, so Landgard. Der Aufsichtsratsvorsitzende Bert Schmitz begründete die Trennung von Mans mit einem nicht mehr ausreichenden Vertrauensverhältnis vor dem Hintergrund der neuen Zukunftsstrategie. „Die Landgard eG stellt sich im Rahmen des Projekts Landgard NOVA neu auf und stößt eine umfassende Modernisierung an“, erläuterte Schmitz.
Die Entscheidung kommt überraschend. Erst im Dezember 2024 hatte der Aufsichtsrat den Vertrag mit Mans verlängert. Damals lobte Bert Schmitz noch die Stabilität und Verlässlichkeit in der Unternehmensführung.
Krannich bringt Transformationserfahrung mit
Krannich ist erst seit September 2024 Finanzvorstand bei Landgard. Der Manager war zuvor als kaufmännischer Geschäftsführer bei Good Mills Deutschland tätig. Dort verantwortete er ein Transformationsprogramm, mit dem die Wettbewerbsfähigkeit gesteigert werden sollte.
Die Vertreterversammlung der Genossenschaft tagt am 24. Juni. Dort wollen Krannich und der Chief Restructuring Officer Carsten Nagel das Modernisierungskonzept Landgard NOVA den Mitgliedsunternehmen vorstellen.
Landgard gehört nach eigenen Angaben zu den größten europäischen Vermarktungsorganisationen für Blumen, Pflanzen, Obst und Gemüse. Das Unternehmen erzielt einen Jahresumsatz von rund 1,8 Milliarden Euro und beschäftigt mehr als 2.400 Mitarbeiter.