ASP im Sauerland Branche rechnet mit regionaler Begrenzung der Schweinepest

Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) sieht gute Chancen dafür, dass die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Nordrhein-Westfalen eingedämmt werden kann. Kürzlich war im Sauerland ein erster, von den Behörden inzwischen offiziell bestätigter Fall aufgetreten. 

Freitag, 20. Juni 2025, 09:33 Uhr
Theresa Kalmer (mit dpa)
Die ersten Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Nordrhein-Westfalen haben auch niedersächsische Landwirte alarmiert. Jetzt ist ein Verband zuversichtlich. Bildquelle: Getty Images

Die Interessengemeinschaft Schweinehalter Deutschlands zeigt sich zuversichtlich, dass die Afrikanische Schweinepest in Nordrhein-Westfalen regional begrenzt bleibt. „Glück im Unglück ist, dass es kein Gebiet mit hoher Dichte an schweinehaltenden Betrieben getroffen hat.“ Das sagte ISN-Geschäftsführer Torsten Staack. 

Mehr als 1.500 infizierte Wildschweine gezählt

Niedersachsen hält mit knapp 6,9 Millionen Schweinen die meisten Tiere bundesweit, wie eine vorläufige Zählung von Anfang Mai 2025 ergab. Nordrhein-Westfalen folgt mit etwa 5,8 Millionen Schweinen. Die Gesamtzahl der Schweine in Deutschland lag Ende des vergangenen Jahres bei 21,3 Millionen Tieren. 

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) untersucht derzeit mögliche Zusammenhänge zwischen den ASP-Fällen in Nordrhein-Westfalen und den Ausbrüchen in anderen Bundesländern. Allein in diesem Jahr zählten die Behörden in Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Brandenburg und Sachsen mehr als 1.500 infizierte Wildschweine.

Schweinehalter können Tiere weiter normal vermarkten

Der Markt reagierte bislang gelassen auf die ASP-Fälle im Sauerland. Schweinehalter außerhalb der infizierten Zone können ihre Tiere nach Angaben der ISN normal vermarkten. Auch der Export von Schweinefleisch in Drittstaaten laufe ohne direkte Auswirkungen weiter.

Seit dem ersten Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland im Jahr 2020 waren insgesamt 19 Schweinehaltungen betroffen.

Das Virus ist für Menschen und andere Tiere ungefährlich, führt bei Haus- und Wildschweinen aber fast immer zum Tod. Bei einem Ausbruch in einem Betrieb muss in der Regel der gesamte Bestand getötet werden.

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