Getränkeindustrie Berentzen verzeichnet Umsatzrückgang im ersten Quartal

Der Getränkehersteller Berentzen meldet für das erste Quartal 2025 einen Umsatzrückgang auf 39 Millionen Euro. Der Rückgang ist hauptsächlich auf den Verkauf eines Mineralwasser-Standorts zurückzuführen. Die Kernmarken Berentzen und Mio Mio entwickeln sich dagegen positiv.

Mittwoch, 07. Mai 2025, 10:00 Uhr
Manuel Glasfort
Berentzen begann als Kornbrennerei in Haselünne im Emsland, doch hat heute nicht nur Spirituosen im Programm. Bildquelle: Berentzen

Die Berentzen-Gruppe hat im ersten Quartal 2025 einen Umsatzrückgang verzeichnet. Der Getränkehersteller erzielte in den ersten drei Monaten Konzernumsatzerlöse von 39,0 Millionen Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Dies entspricht einem Rückgang von 1,9 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Der Rückgang resultiert nach Angaben des Unternehmens fast vollständig aus dem Verkauf der Betriebsstätte Grüneberg im vergangenen Jahr. An diesem Standort hatte Berentzen regionale Mineralwässer produziert. Das Konzernbetriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag mit 1,2 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 1,3 Millionen Euro.

Die strategischen Fokusmarken des Unternehmens entwickelten sich den Angaben zufolge positiv. Die Umsatzerlöse mit Produkten der Marke Berentzen stiegen um mehr als zehn Prozent, die der Marke Mio Mio um knapp neun Prozent. Mit den Fruchtpressen von Citrocasa erzielte das Unternehmen ein Umsatzplus von 3,5 Prozent.

Mio Mio startet Verkauf in Dosen

Berentzen hat im Februar Produkte der Marke Mio Mio erstmals in Dosen eingeführt. „Der Launch verläuft äußerst erfolgreich. Wir konnten bereits neue Absatzkanäle erschließen“, teilte Vorstandschef Oliver Schwegmann mit. Eine deutsche Drogeriekette habe die Produkte kurz vor Ostern national gelistet.

Für das Gesamtjahr 2025 erwartet Berentzen Konzernumsatzerlöse zwischen 180,0 und 190,0 Millionen Euro. Das Unternehmen rechnet mit einem Ebit zwischen 10,0 und 12,0 Millionen Euro. Schwegmann verwies dabei auf Herausforderungen in den Absatzmärkten: „Die Wirtschaftslage ist zunehmend unsicher und die Konsumzurückhaltung der Verbraucher verschärft sich weiter.“

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