Nach Todesfall Rhenser Mineralbrunnen bestellt Holger Sieck zum Interimschef

Der Mineralbrunnen Rhenser hat nach dem plötzlichen Tod von Geschäftsführer Christian Berentzen einen Interim-Manager ernannt. Holger Sieck übernimmt die Führung des Unternehmens mit 140 Mitarbeitern übergangsweise. Er hatte den Betrieb bereits vor neun Jahren geleitet.

Dienstag, 24. Februar 2026, 14:43 Uhr
Manuel Glasfort
Der Rhenser Mineralbrunnen hat seinen Sitz direkt am Rhein südlich von Koblenz. Bildquelle: Rhenser Mineralbrunnen

Der Mineralbrunnen Rhenser hat nach dem plötzlichen Tod seines Geschäftsführers Christian Berentzen einen Interim-Manager bestellt. Holger Sieck aus Mainz übernimmt die Geschäftsführung des Unternehmens mit 140 Mitarbeitern, wie das Unternehmen mitteilte. Die formelle Bestellung soll in der kommenden Woche per Gesellschafterbeschluss erfolgen.

Der Geschäftsbetrieb läuft den Angaben zufolge uneingeschränkt weiter. Produktion, Abfüllung und Auslieferung seien gesichert. Derzeit führen zwei Prokuristen das Unternehmen in Abstimmung mit den Gesellschaftern, bis die offizielle Amtseinführung erfolgt. „Für uns hat es oberste Priorität, Stabilität und Handlungsfähigkeit zu gewährleisten – gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ebenso wie gegenüber Handelspartnern und Lieferanten“, zitierte das Unternehmen Prokurist Christian Kolb in der Mitteilung.

Sieck kennt das Unternehmen bereits. Vor neun Jahren hatte er den Mineralbrunnen nach Angaben des Unternehmens interimistisch geführt und in einer Restrukturierungsphase zur Stabilisierung der Kunden- und Lieferantenbeziehungen beigetragen. In dieser Zeit sei die Grundlage für die anschließende langfristige Entwicklung unter der Geschäftsführung der Brüder Berentzen geschaffen worden. Sieck ist bereits vor Ort und stimmt sich mit Gesellschaftern, Prokuristen und Führungskräften ab.

Parallel zur Interimslösung läuft ein Auswahlprozess für die langfristige Nachfolgeregelung der Geschäftsführung. Ziel sei es, die strategische Entwicklung des Unternehmens im Sinne der bisherigen Geschäftsführung fortzuführen und die Zukunftsfähigkeit in einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld zu stärken, teilte das Unternehmen mit. Die Belegschaft wurde am 24. Februar 2026 im Rahmen einer Betriebsversammlung über die aktuellen Entwicklungen informiert.

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