Der Gurkenkonservenhersteller Spreewaldhof wird die Produktion am Standort Golßen nun doch nicht einstellen. Das Unternehmen will den Betrieb zwar umbauen und Arbeitsplätze abbauen, den Standort aber erhalten. Das teilte das brandenburgische Wirtschaftsministerium mit. Eine ursprünglich geplante Verlagerung der Produktion nach Schöneiche ist damit vom Tisch.
Wirtschaftsministerium will unterstützen
Ende Januar hatte Spreewaldhof noch angekündigt, die Produktion von Gewürzgurken in Golßen bis zum Jahresende zu schließen und nach Schöneiche zu verlagern. Von dieser Entscheidung wären 220 Arbeitsplätze betroffen gewesen. Das Unternehmen begründete die geplante Schließung mit anhaltenden Verlusten. Als Gründe nannte Spreewaldhof demnach die Corona-Pandemie, den Ukraine-Krieg, gestiegene Kosten und eine rückläufige Marktentwicklung.
Brandenburgs Wirtschaftsminister Daniel Keller zeigte sich erfreut über die neue Entwicklung. „Ich bin sehr dankbar, dass es uns gelungen ist, gemeinsam mit der Spreewaldkonserve Golßen eine neue Perspektive für den Produktionsstandort in Golßen zu vereinbaren“, sagte der SPD-Politiker. Das Wirtschaftsministerium will das Unternehmen bei der Entwicklung eines Zukunftsplans für den Produktionsstandort unterstützen.
Geschäftsfühter spricht von klarem Signal
„Auch wenn das Grundkonzept der Neuausrichtung des Unternehmens weiterhin bestehen bleibt, setzen wir hiermit ein klares Signal: Die Spreewaldgurke kommt auch zukünftig aus Golßen.“ Das erklärte Spreewaldhof-Geschäftsführer Till Alvermann. Wie viele Arbeitsplätze im Zuge des Umbaus in Golßen erhalten bleiben, teilte das Unternehmen nicht mit.
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hatte gegen die geplante Schließung rund 2.000 Unterschriften gesammelt. Die Unterschriftenlisten seien in Bäckereien, Sportvereinen und anderen Betrieben der Ernährungsindustrie ausgelegt worden.
Der zur französischen Andros Gruppe gehörende Spreewaldhof zählt in Ostdeutschland zu den wichtigsten Anbietern für eingelegte Gurken.
