Gläubiger willigen ein Varta macht Fortschritte auf dem Stabilisierungs-Weg

Die Stabilisierung des Batterieherstellers Varta ist nun auf noch stabileren Beinen. Denn auch die Schuldschein-Gläubiger haben nach anfänglichem Widerstand dem Modell zugestimmt, mit dem das Unternehmen neu aufgestellt werden soll.

Donnerstag, 19. September 2024, 12:51 Uhr
Thomas Klaus
Finanzierung bis Ende 2027 gesichert: Varta will sich neu aufstellen. Bildquelle: Getty Images

Auch die Schuldschein-Gläubiger haben sich mit dem Batteriehersteller Varta auf die geplante Lösung zur Stabilisierung des Unternehmens geeinigt. Zuvor hatten sie sich gegen die Regelung gesträubt. Doch nun können sie sich über eine leicht verbesserte Quote und einen teilweisen Rangaufstieg ihrer Darlehen freuen. Nach Unternehmensangaben ist die Varta-Finanzierung somit bis Ende 2027 gesichert.

Strategische Investitionen für technologische Weiterentwicklung

Im Mittelpunkt der gesamten bilanziellen Restrukturierung steht nach Unternehmensangaben zunächst ein Schuldenschnitt. Durch den sollen die bisherigen Finanzverbindlichkeiten von bislang 485 Millionen um 285 Millionen auf künftig 200 Millionen Euro verringert werden. Als weitere Säule sieht das Sanierungskonzept vor, dass das Grundkapital der Varta vollständig auf Null herabgesetzt wird. Unmittelbar im Anschluss an den Kapitalschnitt werden Varta über eine Kapitalerhöhung 60 Millionen Euro an neuem Eigenkapital – davon 40 Millionen Euro über Barmittel – sowie weitere 60 Millionen Euro an neuen Mitteln über ein vorrangig besichertes Darlehen zur Verfügung gestellt. Damit sollen die Konzernliquidität gestärkt und künftige strategische Investitionen im Rahmen der technologischen Weiterentwicklung finanziert werden.

StaRUG-Verfahren soll bis Ende 2024 abgeschlossen sein

Auf das Stabilisierungskonzept hatten sich die Mehrheitseigner Michael Tojner und der Sportwagenhersteller Porsche im August mit vier Kreditfonds und mehreren Gläubigerbanken geeinigt. Varta will sich auf der Grundlage des Gesetzes über den Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen für Unternehmen (StaRUG) neu aufstellen. Dieses Verfahren soll möglichst bis Ende 2024 abgeschlossen sein.  

Varta gilt als ein Innovationsführer in den wichtigen Wachstumsmärkten der Lithium-Ionen-Technologie sowie bei primären Hörgerätebatterien. Der Konzern beschäftigt derzeit rund 4.200 Mitarbeiter. Mit fünf Produktions- und Fertigungsstätten in Europa und Asien sowie Vertriebszentren in Asien, Europa und den USA sind die operativen Tochtergesellschaften von Varta in mehr als 100 Ländern weltweit tätig.

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