Rohstoffpreise Nahrungsmittel und Energie lassen Index steigen

Besonders starke Preisanstiege sind bei Kakao und Kaffee zu verzeichnen. Der Preis für Kakao stieg in den letzten drei Monaten um durchschnittlich je 27 Prozent und setzt so seine Rekordfahrt nach oben weiter fort.

Donnerstag, 16. Mai 2024 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
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Nachdem der Rohstoffpreisindex des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts in der letzten Berichtsperiode (November bis Januar) tendenziell gesunken war, nahm der Index auch im Februar ab und erreichte mit 166,2 ein lokales Minimum. Seitdem steigt der Index wieder etwas und legte im März um 4,1 Prozent und im April um 5,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat zu. Im April notiert der Index bei durchschnittlich 182,9 und liegt damit immer noch um 4,9 Prozent unter dem Niveau vom Vorjahresmonat (Stand: 05.05.2024).

Einen hohen Einfluss auf den HWWI-Rohstoffpreisindex haben die Entwicklungen auf dem Gas und Ölmarkt: Die europäischen Gaspreise verzeichneten eine uneinheitliche Entwicklung, mit einem lokalen Minimum im Februar aufgrund milden Wetters, gefolgt von einem Anstieg im März und April auf 286,7. Der europäische Gaspreis liegt aber dennoch um 33,3 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat.Die amerikanischen Gaspreise hingegen zeigten im Februar und März einen leichten Rückgang, gefolgt von einem leichten Anstieg im April. Die Ölpreise hingegen zeigen ein einheitlicheres Bild und steigen tendenziell seit Beginn des Jahres an. Somit liegt der Crude Oil Index nun wieder um 6,8 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats, was hauptsächlich auf die angespannte geopolitische Lage zurückzuführen sein dürfte. Insgesamt sank der Index für Energierohstoffe zwar im Februar um 3,9 Prozent, stieg aber im März und April um jeweils 4,5 Prozent und 4,8 Prozent wieder an.

Besonders starke Preisanstiege sind bei Kakao und Kaffee zu verzeichnen. Der Preis für Kakao stieg in den letzten drei Monaten um durchschnittlich je 27 Prozent und setzt so seine Rekordfahrt nach oben weiter fort. Der Indexwert für Kakao befindet sich im April um 249,5 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats. Gründe sind weiterhin die Ernteprobleme aufgrund von Hitze, Trockenheit, Dürre und Starkregen in wichtigen Anbauländern wie der Elfenbeinküste, Ghana und Nigeria. Hinzu kommt, dass längere Regenperioden zu Pflanzenkrankheiten (Virus CSSVD) führen und damit zum Absterben von Kakaobäumen, was zu längerfristigen Angebotsrückgängen führt.

Schlechte Wetterbedingungen in Brasilien und Vietnam ließen auch die Kaffeeernte schlechter ausfallen, wodurch der Kaffeepreis tendenziell weiter ansteigt. Im April stieg dieser sogar um 16,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat und notiert somit um 21,5 Prozent höher als im Vorjahresmonat und erreicht somit einen Rekordwert von 200,8. Auch die Preise für Öle (Palmöl, Kokosnuss und Sonnenblumenöl) stiegen tendenziell in den letzten drei Monaten an. Insgesamt nahm daher der Index für Nahrungs- und Genussmittel in den letzten Monaten wieder deutlich zu (um bis zu 12,8 Prozent) und erreicht nun einen Wert von 171,3. Auf diesem Niveau notierte der Index zuletzt im Frühjahr 2022.

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