Süßwarenindustrie Deutsche essen weniger Speiseeis

Die industriellen Hersteller von Speiseeis haben im Jahr 2023 in Deutschland 543,7 Millionen Liter davon abgesetzt. Das entspricht einem Mengenrückgang von 2,4 Prozent. Lediglich der Absatz von Multipackungen konnte gesteigert werden.

Dienstag, 14. Mai 2024 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
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Bildquelle: Getty Images, Mirco Moskopp

Mit 7,9 Litern verzeichnete der Pro-Kopf-Verbrauch 2023 gegenüber dem Jahr 2022 (8,1 Liter) ebenfalls einen leichten Rückgang. Im jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von 7,9 Liter ist neben dem industriell hergestellten Eis (6,4 Liter) auch eine Schätzung für Eisdielen-Eis sowie Soft-Eis (1,5 Liter) enthalten. Er spiegelt den rückläufigen Markt wider und liegt im langjährigen Normalbereich.

Hauptursachen für den Absatzrückgang waren nach Angaben des Eis-Info-Services (E.I.S.) des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie die hohe Inflation sowie die verregneten Sommermonate Juli und August 2023. Auch das Frühjahr 2023 war eher unbeständig, während sonnige Hochdruckphasen im September den Sommer und damit das Eis-Vergnügen verlängerten. Die Inflation wirkte sich unmittelbar auf die Entwicklung auch beim Speiseeis aus, die Menschen hielten 2023 ihr Geld zusammen. Die gestiegenen Kosten für Rohwaren, Personal, Energie, Verpackung und Logistik hatten einen Anstieg der Verbraucherpreise zur Folge. Der Umsatz 2023 stieg daher deutlich um 10,5 Prozent auf 2,94 Milliarden Euro.

Gestiegen ist im Jahr 2023 ausschließlich der Verkauf von Multipackungen. Der Absatz von Speiseeis der Markeneishersteller in der Gastronomie (Restaurants, Cafés, Biergärten) sowie der Absatz von Impulseis wie zum Beispiel Eis am Stiel, Eis-Riegel oder Sandwich-Eis an Tankstellen, Flughäfen, Bahnhöfen, Kiosken, Schwimmbädern, Freizeitparks war 2023 hingegen rückläufig und sank auf 46 Millionen Liter (2022: 51 Millionen Liter). Damit liegt der Außer-Haus-Verkauf von Speiseeis (Impulseise und Gastronomie) immer noch deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau aus dem Jahr 2019 (67 Millionen Liter).

Mit 497 Millionen Litern verzehren die Deutschen den mit Abstand größten Teil des Speiseeises aber zu Hause, im Garten oder auf dem Balkon. Dabei liegen die Multipackungen mit 252 Millionen Litern erstmals vor den Haushalts-/Familien-Packungen mit 245 Millionen Litern.

„Trotz hoher Inflation blieb der Genuss von Speiseeis bei den Verbrauchern als kleine Auszeit vom Alltag auch im Jahr 2023 unverändert beliebt“, stellt Dr. Mario Mundorf, Geschäftsführer der Fachsparte Markeneis im BDSI fest. „Gerade in politisch wie wirtschaftlich angespannten Zeiten sind Eis-Genussmomente bei allen Verbrauchern unverzichtbar.“

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