Fleischalternativen Rügenwalder Mühle geht den nächsten Schritt

Die Rügenwalder Mühle unter der Leitung von CEO Michael Hähnel (l. im Bild) unterstützt das deutsch-niederländische Projekt „RESPECTfarms“, das zukünftige Geschäftsmodelle im Bereich zellulärer Landwirtschaft erarbeiten will.

Montag, 10. Oktober 2022 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
Artikelbild Rügenwalder Mühle geht den nächsten Schritt
Bildquelle: Rügenwalder Mühle

Die Rügenwalder Mühle ist erster Sponsor für den deutschen Teil des neuen Forschungsprojektes zur Produktion von kultiviertem Fleisch auf Bauernhöfen und investiert damit zum ersten Mal in die Zukunftstechnologie kultiviertes Fleisch, heißt es vom Unternehmen.

Das Forschungsprojekt soll noch dieses Jahr starten. Ziel von Respect Farms ist die Errichtung des ersten Kulturfleischbauernhofs weltweit. Hierfür sollen Technologien zur Produktion von kultiviertem Fleisch und Altbewährtes der herkömmlichen Landwirtschaft miteinander verbunden werden – in einer bestmöglichen Kombination aus Tradition und Innovation. Das Projekt soll so zur Diversifizierung bisheriger Geschäftsmodelle in der deutschen Landwirtschaft und einer nachhaltigen, regionalen und zugleich effektiven Herstellung von tierischen Produkten beitragen. Dazu werden ab 2023 Machbarkeitsstudien für das Design eines solchen zellulären Hofes durchgeführt. Im Anschluss will Respect Farms eine Pilotfarm errichten und das Konzept an Betriebe weitergeben.

 „Für uns liegt die Zukunft der Ernährung in Kollaboration und Zusammenarbeit“, sagt Patrick Bühr, Head of Research & Development bei der Rügenwalder Mühle (r. im Bild). „Wir glauben an nachhaltiges Fleisch aus zellulärer Landwirtschaft und unterstützen daher Respect Farms. So wollen wir dazu beitragen, dass der Bereich zelluläre Landwirtschaft in Deutschland vorangetrieben wird und Innovation vor Ort stattfinden. Wir sind überzeugt davon, dass Fleisch aus zellulärer Landwirtschaft nicht nur erstklassig schmecken, sondern auch aktiv zur Nachhaltigkeit und zum Klimaschutz beitragen wird.“ 
Dabei habe insbesondere der dezentrale Grundgedanke des Projekts die Rügenwalder Mühle von der Zusammenarbeit überzeugt. Dieser passe „perfekt zum Ansatz des Unternehmens von möglichst kurzen und direkten Lieferketten“. So könne nachhaltiges Wirtschaften durch die dezentrale Kulturfleischproduktion gemeinsam mit der Landwirtschaft entstehen und nicht gegen sie – ein weiter wichtiger Leitgedanke für das Projekt.

„Landwirtschaftsbetriebe entlang der Wertschöpfungskette werden eine wichtige Rolle bei der Ausweitung der Produktion spielen, wenn wir das entsprechende Konzept haben. Die meisten Menschen scheinen zu vergessen, dass sie als Lebensmittelproduzenten über alles verfügen, was für die kultivierte Fleischproduktion erforderlich ist“, sagt Respect Farms-Co-Founder Ira van Eelen (2. v. l.) Neben Aspekten der Skalierbarkeit bzw. Machbarkeit spielten auch Umweltfaktoren eine entscheidende Rolle. „Deutschland hat einen der heißesten Sommer seit Wetteraufzeichnungen erlebt. Die Schiffsfahrt ist extrem eingeschränkt – das wird sich erstmal nicht ändern. „Wir befinden uns mittlerweile in einer Aneinanderreihung von Krisen, mit extremen Auswirkungen auf die Landwirtschaft“, sagt Florentine Zieglowski, ebenfalls Co-Founder von Respect Farms und Head of Germany (2. v. r.). „Warum sollen wir geeignete Nährmedien auf einem anderen Kontinent anbauen, wenn dies lokal hier möglich ist“.

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