Fleischerzeugung Gemeinsames Tierwohllogo in der EU gefordert

Umweltschützer drängen auf eine einheitliche Tierwohl-Kennzeichnung in der EU, um Kaufentscheidungen zu erleichtern. Das geht aus dem aktuellen „Fleischatlas“ hervor, der heute vorgestellt wurde.

Dienstag, 07. September 2021 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
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Bildquelle: Brandme

In dem knapp 80 Seiten langen Bericht skizzieren unter anderem der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und die Heinrich-Böll-Stiftung darüber hinaus mögliche Wege, die Tierhaltung und den Fleischkonsum in Europa grundlegend zu verändern. Dem Bericht zufolge wird die Fleischerzeugung bis 2029 nach Schätzungen um etwa 40 Millionen auf 366 Millionen Tonnen weltweit steigen. Das habe auch Auswirkungen auf das Klima. Den Angaben zufolge ist der Lebensmittelsektor bereits heutzutage für mindestens 21 Prozent des weltweiten Ausstoßes von Treibhausgasen verantwortlich - Tendenz steigend. Dabei will Europa bis 2050 klimaneutral werden.

Bei dem Thema Tierwohllogos zeige sich ein Flickenteppich in der Europäischen Union. So gebe es zum Beispiel in den Niederlanden das „Beter Leven“-Zeichen, das Fleisch mit bis zu drei Sternen auszeichnet. In Frankreich werde etwa das freiwillige „Label Rouge“ für Geflügel aus tierfreundlichen Betrieben vergeben. Supermarktkunden in Deutschland müssen dem Bericht zufolge weiter auf ein staatliches Logo für Fleisch und Wurst aus besserer Tierhaltung warten. Das Label war unter anderem an der Frage gescheitert, ob es verpflichtend hätte sein sollen oder nicht.

Viel lernen könne man von der EU-weiten Kennzeichnung für Eier nach Haltungsform, so der „Fleischatlas“. Dieses Label habe bereits gezeigt, dass entsprechende Zeichen das Verbraucherverhalten in vielen Ländern beeinflussen können, meinen die Verfasser.

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