Spreewald Gurken Schlechte Ernte

Die Gurkenanbauer im Spreewald, dem zweitgrößten Anbaugebiet in Deutschland, bilanzieren ein schlechtes Erntejahr 2020. Frost, Hagel und kühles Wetter bis in den Sommer hinein sorgten für geringere Erträge und verzögerten den Erntebeginn, wie der Spreewaldverein mitteilte.

Dienstag, 10. November 2020, 11:45 Uhr
Lebensmittel Praxis
Bildquelle: bernd schoenberger

Als Folge der niedrigeren Erträge konnten in diesem Jahr die vertraglich gebundenen Liefermengen an die neun Verarbeitungsbetriebe nicht von allen Anbaubetrieben erfüllt werden, heißt es weiter. Insgesamt lag die Erntemenge bei rund 24.000 Tonnen Gurken zum Einlegen und Schälgurken, Ende Juni waren noch etwa 30.000 Tonnen erwartet worden. Im Gegensatz zum Vorjahr blieb es aber auch im Juli mit Nachtwerten von teilweise fünf Grad relativ kühl und verzögerte das Wachstum der Gurken, erklärte Andreas Traube, Sprecher des Spreewaldvereins, die geringeren Erträge. Die täglichen Erntemengen im Juli lagen bei rund 50 Prozent der sonst üblichen Erntemengen für diesen Haupterntemonat.

Neun Betriebe bauen auf 520 Hektar die Spreewälder Spezialität an. 85 Prozent davon sind Einlegegurken, 15 Prozent Schälgurken. Ein Dutzend Einlegereien – meist Familienbetriebe – und Konservenbetriebe verarbeiten das Gemüse. Da die Gurkenerträge niedriger ausfielen, liefen in den Betrieben nicht alle Verarbeitungslinien. Die Spreewälder Gurken sind seit 1999 innerhalb der EU als Markenname geschützt.

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