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Streit in Lüneburg Coca-Cola verteidigt Wassernutzung

Lebensmittel Praxis | 21. September 2020
Streit in Lüneburg: Coca-Cola verteidigt Wassernutzung
Bildquelle: Gero Breloer/Coca-Cola

Als Reaktion auf den Protest Lüneburger Bürger gegen einen dritten Brunnen hat Coca-Cola auf die kleine Menge Grundwasser verwiesen, die das Unternehmen in der Region fördert. „Wir wollen die Produktion am Standort Lüneburg ausbauen“, sagte eine Unternehmenssprecherin der Deutschen Presse-Agentur.

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Die Untere Wasserbehörde verteilt nach Angaben der Coca-Cola-Sprecherin die Rechte, und Coca-Cola fördere nur 1,6 Prozent der insgesamt genehmigten Menge im Land. „Wir fördern nur eine verhältnismäßig geringe Menge Wasser, und es ist für uns eine Grundlage für das Wirtschaften in der Region, wo wir seit 40 Jahren sind“, betonte sie.

Aus Protest gegen den dritten Brunnen wollen Bürger eine Petition an Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge (SPD) übergeben. Coca-Cola unterhalte in der Hansestadt bereits zwei Brunnen für das Abfüllen von Mineralwasser und verkaufe das geförderte Wasser unter dem Namen „Vio“. Der Konzern habe den Betrieb eines dritten Brunnens beantragt, um die Fördermenge von 350 Millionen auf 700 Millionen Liter pro Jahr zu verdoppeln, hieß es.

Die Petition fordere im Grunde bereits geltendes Recht beziehungsweise behördliches Vorgehen bei der Vergabe von Wasserrechten, heißt es dazu bei Coca-Cola. Die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung habe immer Vorrang vor gewerblicher Nutzung. Sollte die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung beeinträchtigt sein, könnten Wasserrechte beschränkt und auch ganz zurückgenommen werden, führte die Sprecherin an.

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