Die Verbraucherpreise könnten laut dem Entwurf dadurch steigen. Die Debatte um Gesetzesverschärfungen hatte nach dem massenhaften Corona-Ausbruch beim Branchenriesen Tönnies in Nordrhein-Westfalen Fahrt aufgenommen. Bessere Arbeitsbedingungen in Großschlachtereien sind nach Ansicht der Arbeitnehmervertreter der Unionsfraktion höhere Preise für das Fleisch wert. „Wir brauchen ehrliche Preise“, sagte der Vorsitzende der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Uwe Schummer, der Deutschen Presse-Agentur. Schummer sagte: „Wir zahlen einen zu hohen Preis für billiges Fleisch ohne Verantwortung für die Bedingungen der Produktion. Fleisch und Tiere sind keine Ramschware.“ Vor allem sollen Werkverträge in der Branche verboten werden. Für osteuropäische Arbeitnehmer, die über solche Verträge in den Schlachthöfen arbeiten, herrschen oft weit unterdurchschnittliche Arbeitsbedingungen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund rief die Industrie zu Änderungen auf. Katja Mast, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, sagte der dpa: „Wir sind fest entschlossen, den Gesetzentwurf schnell Gesetz werden zu lassen. Wir sind auch auf Widerstände eingestellt. Schließlich kennen wir die Fleischindustrie nur zu gut.“
Referentenentwurf Zustimmung für höhere Preise für Fleisch
Gestern war ein Referentenentwurf des Bundesarbeitsministeriums bekannt geworden. Ausbeuterische Zustände in Teilen der Fleischindustrie sollen durch Gesetzesverschärfungen eingedämmt werden.
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