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Deutsches Tiefkühlinstitut TK so beliebt wie nie

Lebensmittel Praxis | 07. April 2020
Deutsches Tiefkühlinstitut: TK so beliebt wie nie
Bildquelle: Deutsches Tiefkühlinstitut

Der Absatz tiefgekühlter Produkte ist in Deutschland 2019 um 1,7 Prozent gewachsen und setzte damit die positive Entwicklung der letzten Jahre weiter fort, so Dr. Sabine Eichner (Foto), Chefin des Deutschen Tiefkühlinstituts (dti).

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Es weist in seiner jährlichen Absatzstatistik eine Gesamtabsatzmenge von 3,833 Millionen Tonnen (2018: 3,769 Millionen Tonnen) aus. Der mit Tiefkühlkost erzielte Umsatz erhöhte sich um 4,1 Prozent auf 15,36 Milliarden Euro (2018: 14,75 Milliarden Euro. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch stieg im Vergleich zum Vorjahr um 600 Gramm je Bundesbürger auf 46,9 Kilogramm. Der Verbrauch tiefgekühlter Lebensmittel pro Haushalt nahm im Vergleich zum Vorjahr um 800 Gramm zu auf durchschnittlich 94,2 Kilogramm.

Der Aufwärtstrend im TK-Markt geht auf die Vielfalt und Qualität der Lösungen zurück, die die Produkte für komplexe Ernährungsbedürfnisse in privaten Haushalten und in der Gastronomie bieten. Ob im Single-Haushalt, in der Familie oder beim Profi-Verwender in der Gastronomie, TK-Produkte zeichnen sich durch ihre positiven Eigenschaften wie Frische, Geschmack, einfache Zubereitung, lange Haltbarkeit und Nachhaltigkeit aus.

Im Lebensmittelhandel (LEH) einschließlich Heimdienste (HD) stieg der TK-Absatz 2019 um knapp einen Prozentpunkt (0,9 Prozent). Die vom dti ermittelte Absatzmenge erreichte 1,860 Millionen Tonnen (2018: 1,844 Millionen Tonnen). Der Umsatz im Lebensmittelhandel inklusive Heimdienste legte um 3,9 Prozent zu auf 8,29 Mrd. Euro. Regionalität, Nachhaltigkeit und Bio sind dabei für viele Kunden wichtige Kaufkriterien. Auch Start-ups sorgten in einigen Bereichen für frischen Wind und verstärkten den Wettbewerb. Gleichzeitig sorgten Innovationen und eine attraktivere Einkaufsatmosphäre für eine erfolgreiche Ansprache bestehender und neuer Kundengruppen, etwa mit vegetarisch-veganen Fleischalternativen oder plastikreduzierte Verpackungen.

Die Nachfrage nach Tiefkühlkost im Lebensmittelhandel hat ab der 11. Kalenderwoche stark angezogen, teilweise auch im zweistelligen Bereich, je nach Warengruppe. Die ersten Analysen zeigen, dass die Menschen öfter eingekauft haben und zugleich die Ausgaben pro Haushalt in der Corona-Krise erhöhten. Das dti geht davon aus, dass die aktuellen Zuwächse im LEH nur temporär zweistellig bleiben. Die Verbraucher versorgen sich mit Tiefkühlkost einerseits zum sofortigen Verzehr, aber auch zur Bevorratung. Fakt ist, dass mit dem zunehmenden Erliegen des öffentlichen Lebens die Menschen mehr Lebensmittel zu Hause konsumieren müssen. Hingegen ist der Konsum außer Haus drastisch eingebrochen. Das trifft auch die TK-Hersteller hart, die für die Gastronomie produzieren. Ob sich der Absatz auf Jahressicht davon noch erholen wird, bleibt abzuwarten.