Der Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in den asiatischen Märkten löste einen Importboom von Schweinefleisch in den betroffenen Ländern aus. Dies wiederum führt zu einem anhaltenden eklatanten Rohstoffmangel auf dem deutschen Markt. Die Folge für die Betriebe ist der ungebremste Anstieg der Rohstoffpreise um bis zu 50 Prozent. Dazu schlagen höhere Energie- und Transportkosten kräftig zu Buche. Die vorwiegend mittelständischen Betriebe stehen zudem unter einem enormen wirtschaftlichen Druck, da im Lebensmittelhandel die dringend notwendigen Preiserhöhungen nicht realisiert werden konnten. Zukunftsorientierte Investitionen in Arbeitsplätze und in betriebliche Infrastruktur sowie die Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit seien vor diesem Hintergrund nicht mehr möglich, teilt der Verband mit Sitz in Villingen-Schwenningen mit. „Die Hersteller befinden sich aktuell in einer prekären Lage zwischen einem nahezu leergefegten, preisexplosiven Rohstoffmarkt und einem großen Teil des Lebensmittelhandels, der die dringend notwendigen Preisanpassungen zugunsten der Hersteller immer noch nicht vorgenommen hat. Das Fortbestehen der überwiegend mittelständisch geprägten Betriebe ist existenziell bedroht und damit auch die vielen Arbeitsplätze, die hinter den im Schwarzwald ansässigen Unternehmen sowie der Zulieferer stehen“, lautet es aus Verbandskreisen. Branchenexperten gehen davon aus, dass die Schweinepreise zukünftig angesichts der wachsenden Bedrohung durch die Afrikanische Schweinepest weiter steigen werden und die Gesamtsituation sich weiter verschärft.
Schwarzwälder Schinken In großer Not und Sorge
Der Schutzverband der Schwarzwälder Schinkenhersteller meldet für seine Betriebe ein wirtschaftlich äußerst schwieriges Geschäftsjahr 2019. Viele Mittelständler sehen sich in ihrer Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit akut bedroht.
Bildquelle: Schutzverband Schwarzwälder Schinken
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