Lactalis Will Konflikt mit Omira lösen

Der französische Molkereikonzern Lactalis will die Auseinandersetzung mit der Omira Oberland-Milchverwertung beilegen. Die Franzosen haben ein schriftliches Angebot für eine außergerichtliche Einigung unterbreitet.

Dienstag, 12. Februar 2019 - Hersteller
Lebensmittel Praxis
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Bildquelle: Omira

Zum Hintergrund: Im Rahmen der Übernahme des Geschäftsbetriebs der Omira-Gruppe durch Lactalis kam es zu Differenzen. Lactalis hatte im Dezember 2018 eine Klage gegen die Omira Oberland-Milchverwertung eingeleitet und Schadensersatzansprüche in Höhe von 23,5 Millionen Euro geltend gemacht. Die Summe resultiere aus der Verletzung von Pflichten des Kaufvertrags sowie aus der finanziellen Mehrbelastung durch die bevorstehende Änderung des Milchumrechnungsfaktors, so die Franzosen. Aufgrund der ungeklärten Situation wurden den Milcherzeugern ihre Geschäftsanteile noch nicht durch die Omira Oberland Milchverwertung ausgezahlt.

Lactalis erklärt sich nun laut Unternehmensmeldung bereit, die künftigen Mehrkosten aus der Anpassung des Milchumrechnungsfaktors vollumfänglich zu tragen. Dies entspreche einer Summe von 19,5 Millionen Euro. Darüber hinaus bietet Lactalis an, aus den aus notariellen Sicherungszwecken hinterlegten 10 Millionen Euro einen Betrag von 6 Millionen Euro zur Auszahlung freizugeben. Für die Omira Oberland-Milchverwertung würde dies bedeuten auf den Rest des notariell hinterlegten Sicherungsbetrages von ca. 4 Millionen Euro zu verzichten und für die Kosten aufzukommen, die vor der Übernahme durch die Omira Oberland Milchverwertung verursacht wurden und aus nicht erfüllten Vertragspflichten resultieren. Nehme die Omira Oberland GmbH den Kompromissvorschlag an, könne ein Großteil der Geschäftsanteile in den kommenden Wochen an die Milcherzeuger ausbezahlt werden.

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