Rosenfeld will sich demnach offenbar im November zurückziehen, zunächst in den Verwaltungsrat wechseln und Ende März 2018 ganz aufhören. Van de Put, der Stationen bei Novartis, Coca-Cola, Danone und Mars, hinter sich hat, führt derzeit den Tiefkühlkost-Spezialisten McCain Foods.
Der Süßwarenkonzern verbuchte im zweiten Quartal einen Erlös-Rückgang von 5 Prozent auf knapp 6 Mrd. US-Dollar (rund 5 Mrd. Euro). Am größten fiel das Minus in den USA aus. Der Konzern hatte Ende Juni unter einem Cyber-Angriff zu leiden gehabt, der das Geschäft behinderte. Auch der starke US-Dollar wirkte sich negativ aus, denn das meiste Geld macht Mondelez im Ausland, vornehmlich in Europa. Der Gewinn stieg im zweiten Quartal um 7,3 Prozent auf 498 Mio. Dollar (rund 422 Mio. Euro).
Die Hoffnungen ruhen nun auf Van den Put. Während seiner sechsjährigen Amtszeit bei McCain hatte der Manager den Umsatz um etwa 50 Prozent gesteigert.
Mondelez Konzernspitze wird ausgetauscht
Nachfolger der derzeitigen Mondelez-Chefin Irene Rosenfeld soll McCain-Chef Dirk Van de Put (Foto) werden; das teilte der Konzern über dpa mit. Die 64-Jährige hatte das Spitzenamt 2007 übernommen und stand offenbar zuletzt bei einigen Aktionären in der Kritik.
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