HDE-Konsumbarometer Verbraucherstimmung trübt sich wieder ein

Die Konsumlaune der Deutschen sinkt wieder, wie das neue Konsumbarometer des Handelsverbands Deutschland (HDE) zeigt. Der HDE macht dafür die Spannungen im Nahen Osten verantwortlich. Die Verbraucher wollen mehr sparen, erwarten aber gleichzeitig steigende Einkommen.

Montag, 03. August 2026, 13:22 Uhr
Manuel Glasfort
Die Einkaufstaschen waren schon einmal praller gefüllt, die Verbraucherlaune trübte sich zuletzt wieder ein. Bildquelle: Adobe Stock

Die Konsumstimmung in Deutschland hat sich nach einer kurzen Erholung wieder eingetrübt. Das zeigt das aktuelle Konsumbarometer des Handelsverbands Deutschland (HDE). Der positive Trend aus dem Vormonat setzt sich nicht fort. Als Grund nennt der Verband die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten.

Das Konsumbarometer sinkt im Vergleich zum Vormonat leicht, wie der Handelsverband mitteilte. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Stimmung sogar stark verschlechtert. Der Konflikt zwischen dem Iran und den USA wirkt sich nach Angaben des Verbandes negativ auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und die Verbraucherstimmung aus. Die Verbraucher werden beim Thema Konsum vorsichtiger und wollen ihre Sparanstrengungen in den kommenden Wochen erhöhen.

Auch die konjunkturelle Entwicklung bewerten die Verbraucher pessimistischer als im Vormonat. Die schlechte Verbraucherstimmung wirkt sich den Angaben zufolge bisher jedoch nicht auf die Einkommenserwartung aus, die im Vergleich zum Vormonat weiter steigt. Der aktuelle Wert liegt nur minimal unter dem Vorjahresniveau. Zudem erwarten die Verbraucher eine weiter sinkende Inflationsrate.

Handelsverband sieht Wachstumsaussichten getrübt

„Der Krieg im Iran hat die wirtschaftlichen Risiken wieder deutlich erhöht“, heißt es in der Mitteilung des Verbandes. Die Sorge der Verbraucher vor den Folgen des Konflikts belaste die Konsumstimmung und trübe die Wachstumsaussichten erneut ein. Solange der Konflikt andauere, dürfte die Verunsicherung hoch bleiben und die wirtschaftliche Entwicklung belasten. Kurzfristig könnten auch die Reformbemühungen der Bundesregierung diese negativen Auswirkungen kaum ausgleichen, so der Handelsverband.

Das Konsumbarometer erscheint jeweils am ersten Montag eines Monats. Es basiert auf einer monatlichen Umfrage unter 1.600 Personen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und zu anderen konsumrelevanten Faktoren. Das Handelsblatt Research Institute erstellt das Barometer im Auftrag des Handelsverbands Deutschland. Es hat eine Indikatorfunktion für den privaten Konsum und bildet die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten ab.

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