Nachhaltigkeit Schwarz-Gruppe meldet Fortschritte beim Plastikeinsatz

Die Schwarz-Gruppe hat ihre Plastikstrategie „Reset Plastic“ abgeschlossen. Die Töchter Lidl und Kaufland reduzierten nach Konzernangaben den Plastikeinsatz um 36 Prozent und übertrafen damit das Ziel. Nur bei der Recyclingfähigkeit blieb das Unternehmen hinter den Erwartungen zurück.

Mittwoch, 27. Mai 2026, 09:47 Uhr
Manuel Glasfort
Die Schwarz-Gruppe ist ein mächtiger Player im Lebensmittelhandel und arbeitet an der Senkung des Plastikeinsatzes. Bildquelle: Schwarz-Gruppe

Die Schwarz-Gruppe hat ihre Plastikstrategie „Reset Plastic“ zum Ende des Geschäftsjahres 2025 abgeschlossen und dabei alle gesetzten Ziele erreicht oder übertroffen. Dies teilte das Unternehmen mit. Die Handelssparten Lidl und Kaufland reduzierten den Plastikeinsatz in Eigenmarkenprimärverpackungen und Transporthilfen um 36 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2017. Das ursprüngliche Ziel lag bei 30 Prozent.

Beim Rezyklateinsatz setzten Lidl und Kaufland im abgelaufenen Geschäftsjahr 26 Prozent Rezyklat in ihren Eigenmarkenverpackungen aus Plastik ein, wie die Schwarz-Gruppe mitteilte. Das Ziel von 25 Prozent wurde damit erfüllt. Gegenüber dem Vorjahr steigerten die Unternehmen den Anteil um sechs Prozentpunkte.

Recyclingfähigkeit bei Eigenmarkenverpackungen leicht gestiegen

Bei der Recyclingfähigkeit erreichten Lidl und Kaufland nach eigenen Angaben einen Anteil von 67 Prozent bei ihren Eigenmarkenverpackungen aus Kunststoff. Das entspricht einer Steigerung um vier Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Das ursprüngliche Ziel von 100 Prozent Recyclingfähigkeit wurde damit nicht erreicht. Die Schwarz-Gruppe begründet dies mit branchenweiten und regulatorischen Hürden sowie dem Spannungsfeld zwischen Produktschutz, Materialeinsatz und Rezyklateinsatz. Zudem sei die europäische Messmethodik der ausstehenden Verpackungsverordnung noch nicht final geklärt, weshalb derzeit der deutsche Mindeststandard als Berechnungsmaßstab diene.

Die Schwarz-Gruppe hatte die Plastikstrategie „Reset Plastic“ im Jahr 2018 ins Leben gerufen. Als Nachfolgestrategie verfolgt das Unternehmen nun Reset Resources, die bis 2030 umfassendere Verpackungsziele anstrebt. Diese Strategie bezieht erstmals sämtliche Verpackungsarten und -materialien ein. „Mit sämtlichen Maßnahmen, die unter Reset Resources verortet sind, machen sich die Sparten Lidl, Kaufland, PreZero, Schwarz Produktion und Schwarz Digits gemeinsam unabhängiger von globalen Versorgungsengpässen“, teilte die Schwarz-Gruppe mit.

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