Der Discounter Aldi Süd steht offenbar vor einem großen Stellenabbau bei seiner IT-Tochter Aldi DX. Das berichtet die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“ („WAZ“). Bei der IT-Tochter Aldi DX sollen demnach weitere 1.100 Stellen gestrichen werden – deutlich mehr als erwartet. Bereits im Vorjahr waren 400 Arbeitsplätze in Mülheim weggefallen, sodass insgesamt rund 1.500 Stellen betroffen wären.
Aldi Süd teilte auf Anfrage der Lebensmittel Praxis mit, man wolle sich nicht „zu internen Angelegenheiten sowie zu Spekulationen“ äußern.
Laut „WAZ“ will die Geschäftsführung die Entscheidung bei einer virtuellen Betriebsversammlung am Montag verkünden. Bis Ende 2027 soll die Zahl der IT-Spezialisten demnach auf deutlich unter 3.000 sinken. Betriebsbedingte Kündigungen wolle man vermeiden – stattdessen seien individuelle Abfindungsangebote geplant, berichtet das Blatt weiter.
Offenbar keine wirtschaftliche Notlage
Bemerkenswert: Der Stellenabbau erfolge nicht aus einer wirtschaftlichen Notlage, sondern zur Optimierung von Marge und Gewinn, wie die „WAZ“ aus Unternehmenskreisen erfuhr. Noch vor zwei Jahren hatte Aldi DX massiv IT-Fachkräfte weltweit rekrutiert.
Auch am Hauptsitz von Aldi Süd in Mülheim drohen Einschnitte. Wie bereits zu Jahresbeginn bekannt wurde, sollen Abteilungen wie Buchhaltung, Personal und Immobilien-Management zur internationalen Holding nach Salzburg verlagert werden – was mehrere Hundert zusätzliche Stellen kosten könnte.